[Update] Wetter: Warnung vor Hitze im Kreis Mettmann

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Die Sonne scheint - die Temperaturen steigen. Foto: Volkmann
Die Sonne scheint - die Temperaturen steigen. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Der Deutsche Wetterdienst hat für Dienstag und Mittwoch, 19. und 20. Juli eine Warnung vor Hitze herausgegeben – diese gilt für den gesamten Kreis Mettmann. 

Diesmal sind es nicht Starkregen, Stürme oder Gewitter – die Hitze ist das, wovor der Deutsche Wetterdienst auch im Kreis Mettmann warnt. Die amtliche Warnung gilt ab Dienstag 11 Uhr. Inzwischen hat der DWD die Warnung auch auf den Mittwoch ausgedehnt und bis 19 Uhr am 20. Juli verlängert. Ab Mittwochnachmittag kann es in Nordrhein-Westfalen lokal zu Unwettern durch Gewitter mit Starkregen und Hagel kommen.

Die Temperaturen können in der Rhein-Region um Köln bis zu 40 Grad erreichen.

Grund für die Hitze ist ein Hoch mit Schwerpunkt über Mitteleuropa, das zunehmend heiße Luft aus Südwesten nach Nordrhein-Westfalen führt. „Am Dienstag wird verbreitet eine starke Wärmebelastung erwartet“, teilt der Wetterdienst mit. Weil angesichts der anhaltenden Wärmeperiode der Regen fehlt, weist der DWD wegen der Trockenheit auf eine verbreitet hohe Waldbrandgefahr hin.

Immerhin: Es wird zwar heiß, ansonsten erwartet der Wetterdienst allerdings keine besonderen Vorkommnissen. „Sonst in den kommenden 24 bis 36 Stunden voraussichtlich keine Wetterwarnungen erforderlich“, so der DWD am Montagmorgen.

Feuerwehren geben Hinweise

Feuerwehren im Kreis Mettmann haben bereits auf Verhaltensregeln hingewiesen, um Waldbrände zu vermeiden. So heißt es von der Velberter Feuerwehr, man solle das Rauchverbot in Wäldern einhalten und auch keine Zigaretten aus dem Auto werfen.

Feuer oder Grills solle man nicht im und am Wald entzünden. Stattdessen könnten ausgewiesenen Grillplätze genutzt werden.

Waldbrandgefahren herrschen jedoch auch dort, wo man es vielleicht nicht vermuten würde: „Fahrzeuge keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken – von heiß gelaufenen Katalysatoren geht sonst Gefahr aus“, so die Feuerwehr. Auch Müll soll man möglichst vermeiden und keinesfalls Glasflaschen, Folie, Feuerzeuge oder Dose wegwerfen, diese könnten zu einem Brandherd werden.

Auch das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat Tipps für die heißen Tage veröffentlicht, die insbesondere für Risikogruppen relevant sind. Zu ihnen gehören ältere und pflegebedürftige Menschen, Kinder, Menschen mit bekannten Störungen der Hitzeanpassung, Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz- und Kreislauferkrankungen, Demenz andere chronisch Kranke sowie Menschen, die Medikamente einnehmen, welche Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers haben. Aber auch Menschen mit einem hohen Alkohol- und/oder Kaffeekonsum zählen zur Risikogruppe.

Es gilt bei der erwarteten Hitze über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen und mehrere kleine und leichte Mahlzeiten zu verkehren, etwa Obst und Gemüse. Auf große Anstrengen solle man verzichten und sich – bestenfalls mit luftiger Kleidung – im Schatten aufhalten.

Auf Mitmenschen und Tiere achten

Auch auf seine Mitmenschen solle man achten: „Besuchen Sie ältere Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn, und haben Sie ein Auge auf ihr Trinkverhalten“, heißt es vom Landeszentrum Gesundheit NRW.

Die Wohnräume lüftet man an heißen Tagen am besten in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Während des Tages sollte man die Fenster schließen und durch Vorhänge und Rollläden eine direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Auch der Deutsche Wetterdienst weist in seinem Gefahrenindex für Wetterfühligkeit auf eine hohe Gefährdung hin bei Herz-Kreislauf-Geschehen sowie bei entzündlichen rheumatischen Beschwerden. Zudem habe wirke sich der Wettereinfluss auf das allgemeine Befinden aus.

Was für den Menschen gilt, gilt auch für Tiere: Auch ihnen machen die hohen Temperaturen teils zu schaffen. Der aufgeheizte Asphalt kann bei Hunden sogar zu Verbrennungen der Pfoten führen. Kleine Gassirunden in den kühleren Stunden können helfen. Wasser sollte man zusätzlich auf jeder Spaziergehrunde mitnehmen. Und: Hundebesitzer sollten ihre Tiere keinesfalls im Auto lassen.


Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel um Informationen zu Wetterwarnungen am Mittwoch ergänzt.