DFB-Sportgericht stellt Verfahren gegen Uli Forte ein

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Uli Forte, Arminia Bielefelds Trainer.
Uli Forte, Arminia Bielefelds Trainer. Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa/Archivbild

Bielefeld (dpa) – Arminia Bielefelds Trainer Uli Forte bleibt nach seiner Roten Karte im Spiel am vergangenen Sonntag gegen Sandhausen eine Sperre erspart. Das DFB-Sportgericht stellte am Mittwoch das Verfahren gegen den Chefcoach des Zweitligisten auf Antrag des DFB-Kontrollausschusses ein und hob die Vorsperre auf. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit. Forte ist somit im Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Jahn Regensburg nicht mit einem Innenraumverbot belegt.

Der 48 Jahre alte Forte hatte im Spiel beim SV Sandhausen (1:2) zwei Minuten vor der Pause den aus dem Spielfeld geflogenen Ball zurück auf den Platz geschmissen. Das geschah in dem Moment, als die Gastgeber mit einem anderen Ball einen Einwurf ausführen wollten. Schiedsrichter Michael Bacher (München) hatte den Italiener daraufhin wegen einer vermeintlichen Spielverzögerung mit der Roten Karte bedacht. Nach Auswertung der Fernsehbilder und Einholung einer ergänzenden Stellungnahme des Referees kam das Sportgericht aber zu einer anderen Auffassung.

Kontrollausschuss und Sportgericht des DFB gehen nicht von einer Spielverzögerungsabsicht des Bielefelder Trainers aus. «Zumal seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt 0:1 zurücklag und in der konkreten Spielsituation auch nicht der geringste Anlass für eine vorsätzliche Spielverzögerung erkennbar ist», hieß es in der DFB-Mitteilung. Demnach ergab sich für Kontrollausschuss und Sportgericht «eindeutig und zweifelsfrei, dass die Rote Karte objektiv unberechtigt war und auf einem offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters beruht.»