Kunst-Diebstahl in Bielefeld: Tatverdächtige geständig

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Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug.
Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Jens Büttner/ZB/dpa/Symbolbild

Bielefeld/Hamburg (dpa) – Nach dem Diebstahl eines Gemäldes aus einem Museum in Bielefeld im April hat sich die mutmaßliche Täterin rund drei Wochen später bei der Polizei gestellt. Die 31-Jährige habe sich Mitte Mai bei der Polizei in Hamburg eine Selbstanzeige erstattet, wie die Bielefelder Polizei am Mittwoch mitteilte. In der Zwischenzeit sei nach dem weiterhin verschwundenen Gemälde «Portrait einer jungen Frau» des niederländischen Malers Peter Aertsen (um 1509 – 1575) gefahndet worden. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, sei erst jetzt über die Selbstanzeige der Hamburgerin informiert worden, sagte eine Polizeisprecherin der dpa. Das Kunstwerk sei aber weiterhin verschwunden.

Laut Aussage der mutmaßlichen Diebin war ihr das Bild bereits am Tatabend abhandengekommen. Dabei soll ihr ein Koffer vor einem Geschäft auf der Hamburger Reeperbahn gestohlen worden sein.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand hatte die Frau das Bild ohne eine Schutzhülle aus dem Museum getragen. Bei Durchsuchungen bei einem Bekannten der Frau in Warendorf und in der Wohnung der Hamburgerin wurde das Kunstwerk nicht gefunden. Die Frau ist bislang bei der Polizei nicht aufgefallen. Ihr Motiv bleibe unklar, hieß es in der Mitteilung.