Bundespolizeigewerkschaft: Reaktion auf IS-Geste richtig

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Düsseldorf/Berlin (dpa/lnw) – Nach Ansicht der Bundespolizeigewerkschaft haben die Sicherheitsbehörden nach dem Bekanntwerden einer IS-typischen Geste von drei Mitarbeitern auf dem Flughafengelände in Düsseldorf sofort gehandelt. «Die Behörden haben umgehend reagiert und da gab es auch keinen Toleranzspielraum», sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, am Freitag der dpa. Das sei ein völlig inakzeptabler Vorgang, egal ob das als ein schlechter Scherz gemeint gewesen sei oder ob extremistisches Bestrebungen dahinter stünden, betonte er.

So ein Vorfall führe zu Verunsicherung. «Selbstverständlich führt das zu Magenschmerzen bei den Reisenden, aber die deutschen Flughäfen sind sicher», unterstrich Ostermann. Er verwies aber auch auf die angespannte Lage an den Flughäfen. Vor dem Hintergrund einer wachsenden extremistische Bedrohungslage müsse man stetig wachsam bleiben. Nach Ansicht von Ostermann ist deshalb wichtig, die Sicherheitsverfahren stetig zu betrachten und auf dem neuesten Stand zu halten. Das gelte auch für die Zuverlässigkeitsüberprüfung, die vor dem Beginn einer Tätigkeit im Airport-Sicherheitsbereich erfolge.

Die «Bild»-Zeitung hatte über den Fall am Freitag berichtet. Ein Foto in sozialen Medien zeigt, wie drei Männer in Arbeitskluft am Rollfeld stehen und ihre Zeigefinger symbolisch nach oben strecken – eine Geste, die für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) typisch ist.

Die Düsseldorfer Polizei hat nach eigenen Angaben zwei der drei Männer zu Hause angetroffen und eine sogenannte Gefährderansprache vorgenommen. Das soll auch bei dem dritten nach dessen Rückkehr aus dem Urlaub erfolgen. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf führt keine Ermittlungen in dem Fall, wie ein Sprecher der dpa am Freitag sagte. Das Zeigen des erhobenen Zeigefingers erfülle keinen Straftatbestand.