Heiligenhaus: Bei Blitzer-Aktion illegales Rennen gestoppt?

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Am Samstagabend wurde bei einer nicht angekündigten Geschwindigkeitskontrolle der Fahrer eines Mercedes Benz mit 122 km/h gemessen. Foto: Polizei
Am Samstagabend wurde bei einer nicht angekündigten Geschwindigkeitskontrolle der Fahrer eines Mercedes Benz mit 122 km/h gemessen. Foto: Polizei

Heiligenhaus. Am Samstagabend hat die Polizei auf der Pinner Straße eine unangekündigte Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Ins Netz gingen den Beamten dabei zwei Fahrer, die sich mutmaßlich ein Rennen geliefert haben. 

In der Zeit von 19.50 bis 1.15 Uhr stellten die Einsatzkräfte an der Pinner Straße bei insgesamt 51 Autofahrern eine Überschreitung der an dieser Stelle zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern fest. Im Ergebnis müssen die Verkehrsteilnehmenden in zehn Fällen mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen. „Weiteren vier Fahrzeugführern droht sogar ein Fahrverbot“, so die Polizei.

Etwa zwanzig Minuten nach Mitternacht ereignete sich zudem ein weiterer Vorfall im Rahmen der Blitzer-Aktion. Wie die Polizei berichtet, war der Fahrer eines Mercedes mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Pinner Straße unterwegs, dicht gefolgt von dem Fahrer eines VW Golf.

„Der vorausfahrende Mercedes Benz wurde mit einer Geschwindigkeit von 122 km/h geblitzt“, hieß es. „Da aufgrund der stark überhöhten Geschwindigkeit und der Fahrweise der Fahrzeuge der Tatverdacht eines illegalen Fahrzeugrennens vorlag, wurden die Fahrzeugführer gestoppt und durch eine hinzugezogene Streifenwagenbesatzung kontrolliert“.

Der 18-jährige Mercedes-Fahrer gab gegenüber den Beamten die Geschwindigkeitsüberschreitung zu. Der Fahranfänger stritt jedoch ab, sich ein Rennen mit dem ihm persönlich bekannten ebenfalls 18-jährigen VW-Fahrer geliefert zu haben.

Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen die beiden 18-jährigen Velberter ein und beschlagnahmten sowohl ihre Führerscheine als auch deren Autos. Die Beamten untersagten den jungen Männern bis auf weiteres das Führen jeglicher führerscheinpflichtiger Fahrzeuge.

Damit nicht genug: Weil die Beamten den Verdacht hegten, dass der Beifahrer des Mercedes die Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem Handy gefilmt hatte, beschlagnahmte die Polizei auch das Smartphone des ebenfalls 18-Jährigen.