40 Prozent der Schülerschaft hat Zuwanderungsgeschichte

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Ein Schwamm liegt an der Schultafel.
Ein Schwamm liegt an der Schultafel. Foto: Annette Riedl/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – In Nordrhein-Westfalen hatten 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler im vergangenen Schuljahr eine Zuwanderungsgeschichte. Das waren knapp 964.200 Kinder und Jugendliche unter den insgesamt gut 2,4 Millionen Schülern an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag berichtete. Damit sei ein leichter Zuwachs von 0,6 Prozentpunkten zu verzeichnen. An den Hauptschulen hatten fast zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund.

An den allgemeinbildenden Schulen lag der Anteil bei 42,7 Prozent. Und an den beruflichen Schulen hatte 30,3 Prozent der Schülerschaft einen Migrationshintergrund. Auf den höchsten Anteil kamen Gelsenkirchen mit 55,4 Prozent und Duisburg mit 55,3 Prozent. Am wenigsten Schüler mit Zuwanderungsgeschichte saßen in Klassenzimmern in den Kreisen Coesfeld (18,5 Prozent) und Borken (23,6 Prozent).

An allgemeinbildenden Schulen wurde ein Anteil von 42,7 Prozent gezählt, an beruflichen Schulen fiel dieser Wert mit 30,3 Prozent niedriger aus. Nach Schulform gab es deutliche Unterschiede: An den Hauptschulen war die Quote mit 64,1 Prozent am höchsten, gefolgt von Realschulen mit 51 Prozent und Gesamtschulen mit 47,1 Prozent. An den Grundschulen hatten 45 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund.

Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs sind laut IT.NRW in den Zahlen für das Schuljahr 2021/22 nicht enthalten. Als Personen mit Zuwanderungsgeschichte gelten in der Schulstatistik Schülerinnen und Schüler, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind, außerdem Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland gekommen ist. Zudem werden hierzu Schüler gezählt, in deren Familie nicht Deutsch als «Verkehrssprache» gesprochen wird.