Düsseldorf: Startup erklärt Schülern „Aquaponik“

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Dreizehn Schüler und einige Lehrkräfte waren zu Gast bei
Dreizehn Schüler und einige Lehrkräfte waren zu Gast bei "Urban Nature" in Düsseldorf. Foto: Urban Nature

Düsseldorf. Nachhaltigkeit, Kreislaufsysteme, alternative Lebensmittel-Produktion: Dreizehn Schüler des Berufskollegs Elberfeld der Höheren Handelsschule Wuppertal und drei Lehrer haben das Düsseldorfer Startup „Urban Nature“ besucht. Es ging um „Aquaponik“.

Die Schüler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren beschäftigen sich im Unterricht mit nachhaltigen, alternativen Wirtschaftswegen. Einen Schritt von der reinen Theorie hin zu praktischen Einblicken gab es bei einer Besichtigung unter der Leitung der Biologin Katharina Esche der Gewächshäuser und des Fischhauses bei dem Düsseldorfer Startup „Urban Nature“.

Die Schüler und Lehrkräfte bekamen so einen Einblick in das Urban-Farming-Konzept „Aquaponik”, einem System für den ganzjährigen Anbau von Lebensmitteln. Katharina Esche: „Es hat wirklich Freude gemacht, diese wissbegierigen jungen Gäste zu erleben und ihre zahlreichen Fragen ausführlich zu beantworten“.

Wo es um Lebensmittel geht, darf meistens auch gekostet werden. Die Lernenden probierten frische Wraps und Getränke am Urban-Nature-Foodtruck.

Erntefrischer Bio-Salat, angebaut mitten in der Stadt – so lässt sich das Urban-Farming-Konzept “Aquaponik” knapp zusammenfassen. Es geht um den Anbau von Lebensmitteln über das gesamte Jahr hinweg.

In einer gut eingefahrenen Aquaponik-Anlage könne der Wasserverbrauch für den Anbau der Pflanzen im Vergleich zu konventionell hergestelltem Gemüse sogar um rund 90 Prozent reduziert werden, erklärt man bei „Urban Nature“. So könnten Lebensmittel in Bio-Qualität auf kleinstem Raum erzeugt werden – ohne den Einsatz von Erde, Düngemittel oder Chemikalien.

Zudem wachsen in den Urban Nature-Gewächshäusern Gemüse- und Kräuterkeimlinge, sogenannte Microgreens, die nach 7 bis 21 Tagen abgeerntet werden. Wie es von dem Düsseldorf Startup heißt, sei das sogar ein „echtes Superfood“ – intensiver im Geschmack seien die Gewächse und um bis zu 40 Mal reicher an Vitalstoffen als die gleiche Menge herkömmliche Gemüse

Waldemar Lindemann (1886 – 1964) gründete im Jahr 1913 in Düsseldorf die Pressenfabrik Lindemann & Schnitzler. Das Unternehmen stieg zum weltweit führenden Unternehmen von Metallschrottpressen auf. Wo einst eine Fabrik für Recycling-Maschinen stand, hat im Oktober 2016 der Factory Campus seine Pforten geöffnet. Auf mehr als 34.000 Quadratmeter erstreckt sich der Coworking Space im Stadtteil Lierenfeld, der ehemals zum Industriegürtel in Düsseldorf gehörte.