Streit um Hitzeschutz in Pflegeheimen

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Ein Betreuer geht in einem Pflegeheim mit einer Bewohnerin über den Flur.
Ein Betreuer geht in einem Pflegeheim mit einer Bewohnerin über den Flur. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Opposition verstärkt den Druck auf Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Sachen Hitzeschutz in Pflegeheimen. Das Gesundheitsministerium hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass die Heime dafür selbst zuständig seien und es keine zusätzlichen Gelder geben werde. Gleichzeitig soll in Krankenhäusern bei dem Thema stark investiert werden. Die SPD im Landtag hält es für falsch, dass die Pflegeheime alleine gelassen werden.

«Die Klimaanpassungsmaßnahmen der Landesregierung dürfen sich nicht nur auf Krankenhäuser beschränken. Auch die Pflegeheime brauchen hier dringend Unterstützung», sagte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Lisa-Kristin Kapteinat der dpa. Laumann könne die Verantwortung nicht einfach auf die Einrichtungen schieben. «Er muss auch selbst tätig werden und die Initiative ergreifen. Das erwarten die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen völlig zurecht von ihm.»

Kapteinat will über eine Kleine Anfrage nun von der Regierung wissen, ob sie Möglichkeiten für ein Sondervermögen sieht, um Temperatur-Anpassungsmaßnahmen schnell umzusetzen. Ein entsprechendes Sondervermögen hatte jüngst Frank Hensel, Direktor des Diözesan-Caritasverbandes im Erzbistum Köln, in der «Rheinischen Post» gefordert.