Grundsteuerreform: Gewerkschaft für mehr Verwaltungsstellen

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft NRW fordert angesichts der Grundsteuerreform dauerhaft 300 zusätzliche Mitarbeiter in der Finanzverwaltung des Landes. «Das brennt gerade lichterloh», sagte der Vize-Landesvorsitzende Marc Kleischmann der dpa. Gegenwärtig werden nach seiner Schilderung Mitarbeiter aus anderen Abteilungen, die nichts mit der Grundsteuer zu tun hätten, für die Beratung an der Hotline abgezogen und nachgeschult. Der Beratungsbedarf sei völlig unterschätzt worden. Auch mit Blick auf die Bearbeitung und die Personalsituation seien dauerhaft 300 zusätzliche Mitarbeiter nötig. Die Steuer-Gewerkschaft ist eine Interessenvertretung des Personals der Finanzverwaltung.

Bereits mit Start des Verfahrens am 1. Juli seien «lawinenartig» Anfragen eingegangen. «Die Kollegen telefonieren sich hier von morgens bis abends die Ohren blutig», beschrieb Kleischmann den Ansturm von Hilfesuchenden in den vergangenen Wochen. Viele Angeschriebene machten ihrem Unmut Luft. «Der Unmut, der bei den Kollegen landet, ist groß, obwohl sie gar nichts dafür können», unterstrich Kleischmann.

Die Gewerkschaft wirbt um Verständnis, falls Anrufer in der Hotline nicht sofort durchkommen oder Dinge unverständlich seien. Nach dem Ferienende drohe die nächste große Anfragewelle zu den angeforderten Erklärungen, wenn viele Urlauber zurück seien.

Das NRW-Finanzministerium hatte mitgeteilt, dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter bei der Grundsteuer-Hotline der Finanzverwaltung landesweit um bis zu 200 auf bis zu 500 in der Spitze aufgestockt werde. Zudem seien die technischen Kapazitäten mehr als verdoppelt worden. Viele Informationen und Erklärhilfen gebe es im Internet unter https://www.finanzverwaltung.nrw.de/Grundsteuerreform.