Düsseldorfer Gastronom verliert Streit um 72.000 Euro

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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Ein Düsseldorfer Gastronom hat vom Land NRW vergeblich die Herausgabe von 72.000 Euro gefordert. Das Geld war bei einem Gast im Keller einer seiner Betriebe an einem Spieltisch sichergestellt worden. Der Gastronom habe keinen Anspruch auf das Geld, befand das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Montag. Er habe nicht glaubhaft machen können, dass es sein Geld sei.

Das Geld gehöre nicht dem Gast, sondern ihm, hatte der Gastronom behauptet. Bei dem Gast handele es sich um einen Geschäftspartner, dem er das Geld kurz zuvor gegeben habe: Dieser habe damit in seinem Auftrag Inventar für ein neues Bistro kaufen sollen. Die Räume dafür habe er nachweislich schon Monate zuvor angemietet.

Die Polizei hatte das Café wegen vermuteter Verstöße gegen die Corona-Auflagen kontrolliert. Bei der Kontrolle waren die Polizisten im Keller des Lokals auf drei Männer gestoßen, die an einem Spieltisch mit Jetons saßen und hohe Bargeldbeträge bei sich trugen.

Das Land NRW hatte sich geweigert, das Geld herauszugeben, weil es Zweifel an der legalen Herkunft hatte. Zu Recht, meinte die Richterin: Angesichts der Auffindesituation spreche viel dafür, dass die Summe aus illegalem Glückspiel stamme (Az.: 18 K 5584/20).