Rennsport-Talent aus Heiligenhaus fährt am Nürburgring

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Der 16-Jährige saß am Steuer eine Mercedes AMG-Rennwagens. Foto: Matthews
Der 16-Jährige saß am Steuer eine Mercedes AMG-Rennwagens. Foto: Matthews

Heiligenhaus. Der 16-jährige Maximilian Bösing aus Heiligenhaus dreht seine Runden bei an Tourenwagen- und GT-Rennen. Jüngst hatte er bei einem GTC-Race in einem Mercedes AMG GT4 einen sechsten Platz erreicht. 

Wo andere 16-Jährige allenfalls an Spielekonsolen Rennen fahren, ist Maximilian Bösing auf echtem Asphalt unterwegs. Der Heiligenhauser fuhr seit 2013 zunächst Kartrennen. Im Vergangenen Jahr stieg er auf Autos um. Mit 15 Jahren war Bösing in der Rennserie DMV-BMW 318Ti-Cup der jüngste Teilnehmer und „hat sich dort sehr wacker geschlagen“, freut sich sein Onkel Siegbert Matthews. Der inzwischen 16-Jährige fuhr regemäßig unter die Top-10 – bei einem Teilnehmerfeld von 40 bis 50 Autos.

„Er hat dann auch dabei die internationale C-Lizenz erworben“, erklärt sein Onkel. Das sei Voraussetzung, um sehr leistungsstarke Rennwagen fahren zu dürfen. In diesem Jahr ist er auf einen BMW 325i umgestiegen und fährt damit in der DMV-BMW-Challenge. Am letzten Juli-Wochenende auf dem Nürburgring waren zwei Rennen angesetzt. Am Ende kam es für Maximilian Bösing überraschend anders. Die Organisatoren des GTC-Race fragten an, ob der junge Heiligenhauser an einem GTC-Sprint-Rennen auf einem Mercedes-AMG GT4 des CV-Performance-Teams teilnehmen möchte. Und ob er wollte.

GT4-Fahrzeuge sind reine Rennboliden mit einigen seriennäheren Merkmalen. Es handelt sich um Sportwagen mit 400 bis 500 PS. Das Auto kannte Bösing von einem Testtag aus Mendig – die Vorfreude bei dem Renntalent war groß. Selbst ein ebenfalls am Samstag absolviertes BMW 325er-Trainingsrennen mit einem erreichten vierten Platz unter sieben trat in den Hintergrund.

Eine erste Kostprobe in der schnellen Rennklasse gab es durch ein 20-minütiges Zeittraining auf dem AMG GT4. Maximilian Bösing fuhr am den sechsten Platz – elf Teilnehmende gingen insgesamt auf der Strecke. In einem freien Training ist der 16-Jährige den Wagen auf dem Nürburgring dabei bislang nicht gefahren.

Am Sonntagnachmittag war es dann soweit. Für Bösing stand der erste Startin einem GT4-Rennen an. „Maximilian erwischte wieder einmal mehr einen sehr guten Start, und konnte sofort vier Plätze gut machen“, blickt sein Onkel Siegbert Matthews zurück. Er begleitet den jungen Heiligenhauser sei 2013, hatte ihn an den Sport herangeführt.

Im Verlaufe des 30-minütigen Rennens konnte sich der 16-Jährige auf dem fünften Platz behaupten. Einige deutliche erfahrenere Konkurrenten ließ er hinter sich.

Am Ende des Rennens stand ein vierter Platz in seiner Klasse und ein elfter Gesamtrang. „Das war natürlich ein sehr gelungener Einstand mit einem GT4, zumal Maximilian mit
seinen 16 Jahren wieder mal der jüngste Teilnehmer im Feld war und vorher kaum
Fahrzeit mit diesem 400 PS-Boliden auf dem Nürburgring hatte“, freut sich Matthews. Er ist sicher: Maximilian Bösing hat sich für höhere Ziele empfohlen.

Die nächste Steigerung wären GT3-Fahzeuge, die auf den GT4 basieren, aber nochmals stärker verändert sind – so wie sie aktuell in der DTM gefahren werden, dann mit teils über 600 PS. „Ein viel höhere Steigerung gibt es im Tourenwagen- und GT-Rennsport kaum“, erklärt Siegbert Matthews.

Maximilian Bösing steigt in seinen Rennboliden ein. Foto: Matthews
Maximilian Bösing steigt in seinen Rennboliden ein. Foto: Matthews