Explosion auf Kirmes: «handelsübliche» Substanzen benutzt

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Das Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei.
Das Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Düren/Düsseldorf (dpa/lnw) – Nach der Explosion in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren kennen die Ermittler nun Details über den Sprengsatz. Es seien handelsübliche Substanzen gemischt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er machte keine genaueren Angaben, um Nachahmungstaten zu vermeiden. Tatsächlich sei es aber so, dass die Zutaten – wenn sie zusammen kommen – reagieren und ein Gas entwickelten. So sei die Flasche explodiert. Ein Zusammenhang mit der Explosion in einer Geisterbahn auf der Düsseldorfer Kirmes wird weiter überprüft.

Nach dpa-Informationen waren die Bausätze bei beiden Taten identisch. Sogar die Behälter – leere PET-Flaschen einer Diät-Cola – waren gleich. Der 40-jährige Verdächtige aus Köln hatte sich gestellt, nachdem Bilder von ihm aus der Dürener Geisterbahn bei «Aktenzeichen XY… ungelöst» gezeigt worden waren. Sein Motiv ist laut Staatsanwaltschaft weiter unklar. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft wegen der Tat in Düren. Ob er auch für den Sprengsatz in der Düsseldorfer Geisterbahn verantwortlich ist, ist offiziell noch nicht klar. Die Ermittler gehen nach dpa-Informationen aber stark davon aus.