Baumgart behält Entscheidung über Modeste-Nachfolge für sich

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Trainer Steffen Baumgart.
Trainer Steffen Baumgart. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Köln (dpa/lnw) – Weil er sich nach eigener Aussage über die Spekulationen amüsiert, hat Trainer Steffen Baumgart vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln die Entscheidung über eine mögliche Nachfolge von Torjäger Anthony Modeste nicht verkündet. Auf die Frage, ob klar sei, dass noch ein Stürmer verpflichtet wird, sagte Baumgart am Donnerstag: «Es gibt eine Entscheidung. Aber wie die aussieht, behalte ich bei mir. Ich finde es nämlich interessant und witzig, mit wem wir angeblich reden oder kurz vor dem Abschluss stehen. Das würde ich gerne weiterlaufen lassen. Spekulationen finde ich super.»

Zuletzt waren Spieler wie Branimir Hrgota (Fürth), Jhon Cordoba (Krasnodar), Joel Pohjanpalo (Leverkusen) und auch Alexander Sörloth vom kommenden Gegner RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) gehandelt worden. Zwischen den Zeilen ließ sich aber herauslesen, dass der FC wohl niemanden mehr holen wird. «Wir haben unsere Hausaufgaben ja schon gemacht, weil die Situation mit Tony nicht ganz neu war», sagte Baumgart mit Blick auf die Verpflichtungen des Dortmunders Steffen Tigges und des Hoffenheimers Sargis Adamyan im Sommer.

Außerdem sei der zu Dortmund gewechselte Modeste sicher ein Verlust, aber man könne auch ohne ihn bestehen. «Jetzt ist der 20-Tore-Mann weg. Aber wenn ich vier Spieler habe, die acht Tore machen, sind es 32. Das sind mehr», sagte Baumgart. Auch die Spielweise ändere sich nicht viel. «Diesen Fußball, den wir hier spielen, habe ich nicht nur hier gespielt, sondern auch woanders. Und da war Tony nicht dabei», erklärte der Coach: «Das hat nichts mit einer Person zu tun.»

Sebastian Andersson habe trotz des Abgangs von Modeste aber weiter nur bedingt Chancen. «Bei Seb haben wir klar auf Abgang gesetzt, das ist kein Geheimnis», sagte Baumgart. Der Schwede trainiere momentan gut, «und wenn er bleibt, wird er vielleicht auch wieder eine Option. Aber im Moment sehe ich die anderen leistungsmäßig vor ihm.»