Polizei entdeckt durch Zufall große Cannabisplantage

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In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Bei Ermittlungen zu einer verletzten Person hat die Kölner Polizei in einem unbewohnten Einfamilienhaus im Stadtteil Niehl zufällig eine professionelle Cannabisplantage entdeckt. Mehr als 1000 Cannabispflanzen seien bei dem Einsatz am Mittwochabend sichergestellt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Beide Etagen in dem Haus seien für die Aufzucht der Pflanzen mit Aluminiumfolie verkleidet und mit leistungsstarken Lampen, Kühlaggregaten, Luftfiltern und Ventilatoren ausgestattet.

In einem Raum fanden die Polizisten Matratzen und persönliche Gegenstände, die nun mit Blick auf die Betreiber der Indoor-Anlage ausgewertet werden. Eine Person hätten die Einsatzkräfte auf dem Grundstück nicht angetroffen. Zur Bestimmung des Wirkstoffgehalts der etwa 25 bis 40 Kilogramm schweren, für den Drogenkonsum nutzbaren Pflanzenteile, würden nun Stichproben an das Landeskriminalamt (LKA) geschickt. Der ungefähre Verkaufswert des aus den Pflanzen gewonnenen Rauschgifts liege je nach Wirkstoffgehalt zwischen 120.000 und 200.000 Euro. Die Kripo übernahm die weiteren Ermittlungen, hieß es.