Platte trifft: Kaiserslautern kassiert erste Niederlage

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Paderborns Torschütze Felix Platte (r) jubelt mit Julian Justvan über das Tor zum 0:1.
Paderborns Torschütze Felix Platte (r) jubelt mit Julian Justvan über das Tor zum 0:1. Foto: Uwe Anspach/dpa

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Der 1. FC Kaiserslautern hat den Sprung die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Gegen den SC Paderborn kassierte die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster am Freitagabend beim 0:1 (0:0) ihre erste Saison-Niederlage. «Es ist ein Scheißgefühl für uns. Mir fällt es brutal schwer, diese Niederlage zu akzeptieren, weil wir mehr verdient gehabt hätten», sagte Schuster nach der Auftaktpartie des vierten Spieltags.

«Das war ein intensives Spiel mit viel Tempo. Die Mannschaft hat heute alles versucht. Wir haben heute verloren, weil wir für eine Nachlässigkeit auf dem Flügel bestraft worden sind», so Schuster weiter. Der Aufsteiger musste fast eine ganze Halbzeit in Unterzahl agieren, weil Hendrick Zuck in der 50. Minute wegen einer Notbremse an Sirlord Conteh die Rote Karte gesehen hatte.

Vor 33.098 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion ließ der FCK über die gesamten 90 Minuten wenig Chancen der in dieser Saison bislang so offensivstarken Paderborner zu. Und auch mit einem Mann weniger verteidigten die Pfälzer vielbeinig, und die Gäste kamen kaum zu nennenswerten Möglichkeiten. Trotzdem gelang Felix Platte acht Minuten vor dem Ende der Siegtreffer für die Ostwestfalen.

Schuster kritisierte die Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck, die zum Platzverweis führte: «Ich hätte mir gewünscht, dass er sich vorhergehende Situation auch nochmal anschaut. Conteh sagte noch auf dem Platz, dass er zuerst gezogen habe. Leider hat sich der Schiedsrichter das aber nicht mehr angeschaut, sondern nur das Foul von Zuck.»

Trotz der Niederlage gab Schuster seinen Akteuren zweieinhalb Tage frei: «Das haben sich die Jungs nach dieser Leistung heute verdient.» Während Zuck beim nächsten Spiel der Lauterer bei der SpVgg Greuther Fürth am kommenden Sonntag gesperrt fehlen wird, ist auch das Mitwirken von Innenverteidiger Kevin Kraus, der am Freitag seinen 30. Geburtstag feierte, noch offen.

Kraus, der sich bei einem Zusammenprall mit Mitspieler Erik Durm in der 39. Minute am Kiefer verletzte, konnte die Partie zwar zu Ende spielen, nach Schlusspfiff aber noch keine Entwarnung geben. «Der Kiefer tut ganz schön weh und knackt ein bisschen. Morgen muss ich nochmal zum Arzt und hoffe, dass da nichts Größeres ist», sagte er.