Dreister Autodiebstahl mit Abschleppwagen vor Gericht

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Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten.
Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Krefeld (dpa/lnw) – Sie verschwanden auf Nimmerwiedersehen: Mit einer besonders dreisten Serie von Autodiebstählen muss sich das Amtsgericht Krefeld heute beschäftigen. Mit einem Abschleppwagen soll ein 41-jähriger Krefelder mehr als ein Dutzend parkender Wagen einfach aufgeladen und an den Betreiber einer Schrottpresse in Essen verkauft haben.

13 Autos aus Krefeld, Duisburg und Mönchengladbach sollen so verschwunden sein. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte steht nun wegen besonders schweren Diebstahls vor Gericht. Zwei Autodiebstähle waren laut Anklage von der Überwachungskamera einer Krefelder Autowerkstatt gefilmt worden. Zudem war der Diebstahl eines dritten Wagens von einem Zeugen beobachtet worden.

Die Polizei hatte an dem Abschleppwagen schließlich einen GPS-Tracker angebracht und konnte so per Satellitenortung nachvollziehen, dass der Abschleppwagen nach den Diebstählen stets einen Recyclinghof in Essen ansteuerte. Anhand der dort geführten Verwertungslisten sei dann schnell klar gewesen, wer die gestohlenen Autos angeliefert hatte.

Der Prozess hatte bereits vor zwei Monaten stattfinden sollen, musste aber wegen des erkrankten Verteidigers verschoben werden.