Kreis Mettmann: Waldbrandgefahr derzeit deutlich erhöht

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Der Waldbrandgefahrenindex des Wetterdienstes liegt um den Kreis Mettmann bei 3 bis 4. Foto: Volkmann
Der Waldbrandgefahrenindex des Wetterdienstes liegt um den Kreis Mettmann bei 3 bis 4. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Aufgrund der anhaltenden Hitze und dadurch bedingten Trockenheit besteht eine hohe Waldbrandgefahr.  

Bei den hochsommerlichen Temperaturen steigt die Gefahr für Waldbrände. Der Deutsche Wetterdienst gibt den Gefahrenindex um den Kreis Mettmann mit 3 bis 4 auf einer fünfstufigen Skala an. Festgemacht wird das an unterschiedlichen Stationen, die über Nordrhein-Westfalen verteilt sind. Lokal kann die Waldbrandgefahr davon deutlich abweichen. Jüngst gab es etwa in Ratingen-Hösel einen Vegetationsbrand, auch die Essener Feuerwehr rückte bereits aus.

Grund für die derzeitige Wetterlage ist ein Hochdruckgebiet, das trockene und heiße Luft nach NRW führt. „Ab dem Nachmittag nimmt der Tiefdruckeinfluss zu, das Wetter wird etwas unbeständiger“, teilt der Wetterdienst mit. In Ostwestfalen sind ab Nachmittag Gewitter möglich, westlich des Rheins in der Nacht zum Montag – dann auch mit Starkregen. Bis dahin bleibt es trocken und somit das Waldbrandpotenzial erhöht – in den Folgetagen liegt die Gefahrenstufe laut Wetterdienst bei 3 von 5.

Bereits im Juli gab es eine ähnliche Hitzephase. Das NRW-Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz wies auf Verhaltensregeln und Verbote hin, um Waldbränden vorzubeugen. Die Försterinnen und Förster appellierten, sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald zu halten – dieses gilt im Frühling, Sommer und Herbst: vom 1. März bis zum 31. Oktober.

„Drücken Sie auch außerhalb der Wälder Ihre Zigaretten aus und nehmen sie den Stummel mit“, so die NRW-Förster. „Insbesondere entlang der Straßen lösen glimmend weggeworfene Kippen immer wieder Waldbrände aus“.

Auch offene Feuer im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald sind verboten.

Waldwege und Zufahrten in Vegetationsgebiete solle man freihalten, um Rettungskräfte und Löschfahrzeuge nicht zu behindern. Wer in der Nähe von Waldgebieten sein Auto parkt, sollte das Fahrzeug auf befestigten Flächen abstellen. Der heiße Auspuff oder Katalysator kann Gras in Brand setzen.

Die Feuerwehren weisen auf weiteres Gefahrenpotenzial für Waldbrände durch weggeworfenes Glas oder Dosen hin. In einigen Kommunen gelten womöglich Grillverbote, auf offene Feuer sollte man in Vegetationsnähe in den heißen Monaten allerdings ohne verzichten und – sofern lokal erlaubt – ausschließlich dafür vorgesehene Plätze nutzen.

Hat man einen Waldbrand entdeckt, gilt es, umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu rufen. Den Gefahrenort solle man dann auf kürzestem Weg verlassen.

Waldbrände haben in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen zugenommen, teilt das NRW-Landwirtschaftsministerium mit. Fast immer sei leichtsinniges oder unachtsames Verhalten von Waldbesucherinnen und Waldbesuchern die Ursache. Lediglich fünf Prozent der Waldbrände seien auf natürliche Ereignisse, etwa Blitzeinschlag, zurückzuführen, so der Landesbetrieb Wald und Holz in NRW.

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz, kommentiert: „Bitte verhalten Sie sich respektvoll gegenüber dem Wald und halten sich an die Empfehlungen zur Vermeidung von Waldbränden. Unterstützen Sie unsere Forstleute die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen, die überall in unseren Wäldern sichtbar sind. Der Umbau unserer Wälder zu Mischwäldern ist auch aktiver Schutz gegen Waldbrände.“