Toter bei Unfall: Mutmaßlicher Verursacher mit 2,8 Promille

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Pulheim (dpa/lnw) – Zwei Männer sind bei einem Zusammenstoß eines Motorrades und eines Autos in Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) lebensgefährlich verletzt worden. Einer der beiden starb kurze Zeit später im Krankenhaus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Der Autofahrer flüchtete laut Zeugenaussagen am späten Samstagabend von der Unfallstelle. Bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Verursacher des Unfalls nahmen die Beamten einen 38-jährigen Verdächtigen in Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss) fest. Ein vorläufiger Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von mehr als 2,8 Promille.

Nach Angaben der Polizei hatte ein Fahrer eines Kastenwagens auf der Bundesstraße 59 Richtung Grevenbroich ein Auto überholt. Nach Beendigung des Überholvorgangs sei es dann zum Zusammenstoß mit dem Motorrad gekommen, das vor dem überholten Auto in die gleiche Richtung fuhr. Als der Motorradfahrer und sein Sozius stürzten, soll der Autofahrer Gas gegeben und von der Unfallstelle geflüchtet sein.

Die Verletzten wurden per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ob es sich bei dem Verstorbenen um den Motorradfahrer oder den Sozius handelt, war noch unklar. Derzeit werde auch geprüft, ob die Beleuchtung des Motorrads ordnungsgemäß funktionierte.

Auch ob der Festgenommene tatsächlich der Unfallflüchtige sei, müsse noch ermittelt werden. Die Beamten hatten den Angaben zufolge bei der Kontrolle in Rommerskirchen Beschädigungen an seinem Fahrzeug festgestellt, die zu dem Unfall passten. Es wurde eine Blutprobe zur Feststellung eines Alkohol- und Drogenkonsums angeordnet. Außerdem wurden sein Fahrzeug und Handy als Beweismittel sichergestellt. Der 38-Jährige war ersten Ermittlungen zufolge nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins.