Velbert: Tennisdamen feiern Meisterschaft und Aufstieg

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Die erste Damenmannschaft des Netzballvereins freut sich über die gewonnene Niederrheinmeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga: Team-Manager Thomas Ihlo, Anna Schubries, Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar, Evelyn Altmaier, NBV-Chef-Trainer Mark Joachim, Shura Poppe, Bernice van de Velde, Cindy Burger und Ana Sovilj. Foto: NBV
Die erste Damenmannschaft des Netzballvereins freut sich über die gewonnene Niederrheinmeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga: Team-Manager Thomas Ihlo, Anna Schubries, Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar, Evelyn Altmaier, NBV-Chef-Trainer Mark Joachim, Shura Poppe, Bernice van de Velde, Cindy Burger und Ana Sovilj. Foto: NBV

Velbert. Bereits am Freitagabend hat die Aufstiegs-Mission für die ersten NBV-Damen begonnen. Die Bilanz am Ende: Ein Sieg über den Rochusclub Düsseldorf, die Niederrhein-Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga. 

Alle Spielerinnen der Mannschaft trafen sich vor dem großen Spieltag noch einmal zum gemeinsamen Training und anschließendem Abendessen. Auch die Niederländerinnen Cindy Burger, Shura Poppe und Bernice van de Velde waren schon angereist, um sich mit ihrem Team auf das gemeinsame Ziel, die Niederrheinmeisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga einzuschwören. Mit einem Sieg über den Rochusclub Düsseldorf könnten sie sich diesen Traum schon am vorletzten Spieltag erfüllen.

Nur auf ihre spanische Nummer eins mussten die NBV-Damen leider verzichten. „Marina Bassols hat in den letzten Wochen so erfolgreich bei mehreren großen Turnieren gespielt, dass sie den Sprung unter die Top 200 in der Weltrangliste geschafft hat und nun die Qualifikation für die US Open spielen darf“, erklärt der Team-Manager der NBV-Damen, Thomas Ihlo und freut sich für sie: „Wir drücken ihr alle fest die Daumen.“

Am Samstag ging es dann nach einem gemeinsamen Einspielen los: Bei über 30 Grad erwarteten die NBV-Damen gespannt, in welcher Besetzung ihre Gegnerinnen vom Rochusclub Düsseldorf antreten würden. „Alle gingen von einer sehr starken Aufstellung und einem Duell auf Augenhöhe aus mit einer Gewinnchance von 50:50“, so Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar.

Doch es kam etwas anders: Die Düsseldorferinnen kamen zwar mit ihrer besten Spielerin Annemarie Lazar und der starken Litauerin Ksenia Pronina als Nummer zwei zum Kostenberg, hatten aber an den hinteren Positionen einige Ersatzspielerinnen aufgestellt, so dass die Gewinnchancen für den Netzballverein stiegen.

100 Liter Freibier und Prosecco für die Fans

Motiviert gingen Shura Poppe, Bernice van de Velde und Evelyn Altmaier in die erste Einzelrunde. Inzwischen waren auch zahlreiche Zuschauer auf die Anlage gekommen, die die NBV-Damen unterstützen wollten. Zur Abkühlung gab es zur Feier des Tages auch 100 Liter Freibier und einige Flaschen Prosecco für die Fans.

Poppe und van de Velde spielten beide zu Beginn ein sehr ausgeglichenes Match und mussten hart kämpfen. Altmaier spielte an Position sechs souverän auf. Unterstützung bekam sie von ihrer Mannschaftsführerin Lauren Wagenaar, die auf ihrer Bank saß und von NBV-Cheftrainer Mark Joachim, der vom Spielfeldrand ihr Match verfolgte. Schnell holte sie sich den ersten Satz mit 6:1.

Auch Poppe konnte sich schließlich mit ihrem druckvollen Spiel den ersten Durchgang mit 7:6 im Tie Break sichern. Ebenso van de Velde, die mit 6:2 in Führung ging.

Altmaier hatte in der Zwischenzeit bereits den zweiten Satz mit 6:4 gewonnen und damit den wichtigen ersten Punkt eingefahren. Das sorgte für zusätzliche Motivation bei ihren Team-Kolleginnen: Sowohl Poppe als auch van de Velde zündeten noch einmal einen Booster und holten sich die zweiten Sätze glatt: Poppe mit 6:1 und van de Velde mit 6:2.

Das bedeutete eine 3:0-Führung für die NBV-Damen. Nun kamen Cindy Burger, Anna Schubries und Lauren Wagenaar zum Einsatz.

Wagenaar als Mannschaftsführerin ging mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Sie hatte in den letzten Wochen viele Turniererfolge feiern dürfen und ist aktuell sogar die Nummer zwei der Damen 30 ITF-Weltrangliste. An Position fünf besiegte sie ihre Gegnerin mit 6:2 und 6:3 souverän.

Nun fehlte noch ein weiterer Punkt, denn mit fünf Siegpunkten wären die NBV-Damen nicht mehr einholbar. Anna Schubries hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den ersten Satz mit 6:3 gewonnen und führte im zweiten Satz. Als sie mitbekam, dass nun nur noch ihr Matchgewinn zur Entscheidung fehlte, legte sie noch einmal einen Gang zu und spielte nahezu fehlerfrei: Mit 6:0 entscheid sie den zweiten Satz für sich und wurde von ihrer Mannschaft umjubelt.

Vor der eigentlichen Siegesfeier unterstützte das Team aber zunächst ihre Nummer eins, Cindy Burger, die sich den ersten Satz mit 6:3 gegen Annemarie Lazar geholt hatte. Mit ihrem ganzen Team an ihrer Seite und dem Sieg schon in trockenen Tüchern, gewann Burger den zweiten Satz dann mit 6:1 zur 6:0-Führung nach den Einzeln.

Schnell einigten sich die Mannschaftsführerinnen die nicht mehr relevanten Doppel 2:1 für den NBV aufzuteilen zum 8:1 Gesamtsieg. Damit hatten sich die NBV-Damen die Niederrheinmeisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga erkämpft. NBV-Gastronom Domenico ließ die Korken knallen und überraschte die Mannschaft mit einer Prosecco-Dusche.

„Wir haben unser großes Ziel erreicht und sind überglücklich“, freute sich Lauren Wagenaar zusammen mit ihrem Team. „Wir haben uns zu Beginn der Saison gesagt, dass wir nach vier Jahren in der Niederrheinliga dieses Mal den Aufstieg schaffen wollen. Wir haben alle daran geglaubt und es hat geklappt“, erzählt die Mannschaftsführerin stolz.

„Es wird eine tolle Herausforderung, den NBV im nächsten Jahr über die Niederrhein-Grenzen hinaus zu vertreten“, blickt Wagenaar schon einmal voraus.

Zuvor steht aber noch am nächsten Samstag das letzte Spiel der Saison auswärts gegen Stadtwald Hilden an. Auch wenn der Ausgang der Partie für die NBV-Damen nicht mehr relevant ist, will die Mannschaft in ähnlicher Besetzung wie gegen den Rochusclub antreten und die Saison mit einem Erfolg abschließen. „Eine anschließende Siegesfeier in der Düsseldorfer Altstadt ist auch schon in Planung“, verrät Wagenaar.