A45-Sperrung: Erweiterte IC-Nutzung mit Nahverkehrsticket

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Ein IC am Bahnhof.
Ein IC am Bahnhof. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Gelsenkirchen (dpa/lnw) – Von diesem Donnerstag (1. September) an dürfen die Züge der Intercity-Linie 34 von Münster nach Frankfurt/Main auch im Abschnitt zwischen Dortmund und Letmathe (Iserlohn) mit Nahverkehrstickets genutzt werden. Zusätzlich werden auf der Fernverkehrslinie zwischen Witten und Dortmund auch Tickets des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr (VRR) anerkannt. Die Regelungen sollen vorerst bis Ende 2026 gelten. Das teilten die Deutsche Bahn (DB Fernverkehr) sowie die beiden Nahverkehrsverbünde Westfalen-Lippe (NWL) und VRR am Montag mit.

Mit dem Angebot soll der Straßenverkehr auf der seit Dezember 2021 wegen schwerer Brückenschäden bei Lüdenscheid voll gesperrten Autobahn 45 entlastet werden. Die marode Rahmede-Talbrücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Durch die Sperrung der sogenannten Sauerlandlinie (A45) in beiden Richtungen kommt es seit Monaten zu erheblichen Einschränkungen und Störungen im Auto- und Schwerlastverkehr, von denen vor allem die Anwohner in Lüdenscheid betroffen sind.

Schon zuletzt konnten die IC-Züge zwischen Dillenburg (Hessen) und Iserlohn-Letmathe mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne Aufpreis genutzt werden. Nun wird das Angebot auf den weiteren Linienverlauf bis Dortmund erweitert. Nicht für Nahverkehrskunden freigegeben sind die Züge ab Dortmund bis Münster und umgekehrt. Für die Fahrradmitnahme gelten im IC aber weiterhin die Regelungen des Fernverkehrs. Das heißt, dass entsprechende Fahrradkarten und Reservierungen erforderlich sind.

Im kommenden Jahr soll es einen neuen Regionalexpress (RE34) geben, der zwischen Dortmund über Witten und Letmathe/Finnentrop bis nach Siegen fährt. Dieser RE34 soll alle zwei Stunden verkehren und das IC-Angebot Münster-Dortmund-Siegen-Frankfurt ergänzen. Die Nahverkehrslinie RE34 sei bereits im «Zielnetz 2040» des VRR enthalten und würde somit früher umgesetzt. Auf der neuen Linie RE34 sollen laut Mitteilung ganz neue Elektrotriebzüge vom Typ «Flirt 3 xl» des Fahrzeugherstellers Stadler mit «hohen Qualitäts- und Komfortstandards» fahren.