NRW-Energieversorger: Mehr Strom aus Kohle, weniger aus Gas

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Steinkohle für das Steinkohlekraftwerk lagert in einem Hafen.
Steinkohle für das Steinkohlekraftwerk lagert in einem Hafen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Energieversorger in Nordrhein-Westfalen haben im ersten Halbjahr 2022 deutlich mehr Strom aus Kohle produziert als im Vorjahr. Die Nutzung von Gas ging dagegen deutlich zurück, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Montag mitteilte. Erneuerbare Energien spielten im bevölkerungsreichsten Bundesland bei der Stromproduktion der Energieversorger weiter nur eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2022 von den Energieversorgungsunternehmen nach Angaben der Statistiker 45.072 Gigawattstunden Strom erzeugt. Die Stromproduktion lag damit noch immer leicht unter dem Vor-Pandemie-Niveau.

Der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung war Kohle mit einem Anteil von insgesamt 81 Prozent an der Bruttostromerzeugung. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 stieg die Stromerzeugung aus Braunkohle um 13,5 Prozent auf 26.201 Gigawattstunden sowie aus Steinkohle um 52,1 Prozent auf 10.313 Gigawattstunden.

Aus Erdgas wurden von Januar bis Juni dieses Jahres 6224 Gigawattstunden Strom erzeugt. Dies entsprach einem Anteil von 13,8 Prozent an der Bruttostromerzeugung und einem Rückgang von 30,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Nur 2,9 Prozent der Stromproduktion der nordrhein-westfälischen Energieversorgungsunternehmen oder 1299 Gigawattstunden stammten aus erneuerbaren Energieträgern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete dies ein Plus von 19,5 Prozent.