Zoo stellt Strafanzeige gegen Aktivisten im Delfinarium

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Delfine schwimmen im Delfinarium im Duisburger Zoo bei einer Vorführung.
Delfine schwimmen im Delfinarium im Duisburger Zoo bei einer Vorführung. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Duisburg (dpa/lnw) – Der Duisburger Zoo hat Strafanzeigen gegen vier Aktivisten gestellt, die am Sonntag während einer Vorstellung im Delfinarium mit Neoprenanzügen ins Becken zu den Delfinen gesprungen waren. Die Demonstranten erhielten Anzeigen «wegen Hausfriedensbruch und Tierquälerei», teilt der Zoo am Montag mit. Der Zoo behalte sich weitere Schritte gegen die niederländische Aktivistengruppe vor.

Die Delfine hätten den Zwischenfall glücklicherweise gut überstanden, hieß es weiter. Die Biologische Filteranlage habe mögliche Verunreinigungen des Wassers unschädlich machen können. «Für Tier und Mensch ist das eine Ausnahmesituation gewesen und wir sind sehr froh, dass es unseren Delfinen und Mitarbeitenden gut geht», sagte der Zoologische Leiter Oliver Mojecki laut Mitteilung. «Unsere Delfine verhalten sich arttypisch, spielen miteinander und fressen gut». Darüber sei man erleichtert, so Biologe Mojecki nach dem «gefährlichen Eingriff in den geschützten Lebensraum unserer Tiere».

Die Polizei hatte bereits am Sonntag von dem Zwischenfall berichtet. Die Aktivisten hatten wasserfeste Transparente dabei, mit denen sie gegen die ihrer Auffassung nach nicht artgerechte Haltung der Tümmler protestierten.

Tierschützer kritisieren Delfinarien immer wieder als nicht artgerecht. Vom Tierschutzbund heißt es etwa: «Delfine haben ein sehr großes Bewegungsbedürfnis und stellen sehr hohe Anforderungen an Wasserqualität und Platzbedarf. Die im Vergleich zu ihrem natürlichen Lebensraum winzigen Becken bieten den Tieren nur wenig Rückzugsmöglichkeiten und Bewegungsfreiraum.»