50-Jähriger sticht vor den Augen der Söhne auf Ehefrau ein

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Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt.
Ein Absperrband wird vor einem Polizeiwagen ausgerollt. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Münster (dpa/lnw) – Ein 50 Jahre alter Mann soll am Montagabend in Münster mit einem Messer auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau (46) eingestochen und sie lebensgefährlich verletzt haben. Inzwischen schwebe die Frau nicht mehr in Lebensgefahr, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Zeuge des grausamen Geschehens waren die 15 und 18 Jahre alten Söhne.

Die 46-jährige Frau und der 15-jährige Sohn lagen bisherigen Ermittlungen zufolge im Bett, als der 50-Jährige an der Wohnungstür der Frau im Stadtteil Kinderhaus klingelte. Der 18-jährige Sohn habe ihm geöffnet. Zielstrebig soll der Beschuldigte ersten Erkenntnissen zufolge in die Küche gegangen sein, sich ein Messer geholt und auf den Oberkörper der im Bett liegenden Frau eingestochen haben.

Der 18-Jährige habe seinen Vater von der Mutter losgerissen, ihm das Messer abgenommen und seinen Bruder und seine Mutter im Zimmer eingeschlossen, um sie zu schützen. Der Mann sei dann geflüchtet, hieß es. Die Polizei konnte den 50-Jährigen kurz darauf in der Nähe der Wohnung festnehmen. Die Frau wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Mordkommission soll die Hintergründe der Tat klären. «Die Motivlage ist bislang noch völlig unklar. Wir lassen aktuell Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Tatverdächtigen überprüfen», sagte der Leiter der Mordkommission, Frank Schneemann. Derzeit kümmerten sich die Opferschützer der Polizei Münster um die beiden Söhne.