Herbst erlebte «Überheblichkeit» bei Schauspielkollegen

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Christoph Maria Herbst kommt zur Verleihung des Ernst-Lubitsch-Preises in die Astor Film Lounge.
Christoph Maria Herbst kommt zur Verleihung des Ernst-Lubitsch-Preises in die Astor Film Lounge. Foto: Annette Riedl/dpa

Köln (dpa) – Schauspieler Christoph Maria Herbst (56, «Stromberg») hat nie eine Schauspielschule besucht – und das von Kollegen ab und zu auf negative Weise zu spüren bekommen. Heute sei das anders, aber er habe das tatsächlich erlebt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Mitunter wurde mit einer unglaublichen Überheblichkeit auf mich geguckt. Für manche Kollegen war ich der Amateur, der nur so tut, als könne er das. Ich hatte damit auch viele Jahre Probleme», berichtete Herbst. Er habe sich gefragt, wie er da auf Augenhöhe arbeiten könne.

«Dann habe ich aber schnell festgestellt, dass ich Kollegen, die ein Schauspieldiplom in der Tasche hatten, manchmal auf drei Meter Entfernung noch nicht richtig verstanden habe», sagte Herbst. Manche hätten auf der Bühne auch ihren alten Dialekt nie ablegen können. «Da dachte ich: Vielleicht habe ich auf der Schauspielschule doch nicht so viel verpasst.»

Herbst, geboren in Wuppertal, gehört heute zu den erfolgreichsten Schauspielern und Komikern in Deutschland. Seinen Fernsehdurchbruch erlebte er mit der TV-Serie «Stromberg» (ProSieben). Bald ist er im ZDF-Film «Lehrer kann jeder!» (8. September) zu sehen, in dem er einen Quereinsteiger spielt, der sich als Mathe-Lehrer versucht.