«Layla»-Streit im Düsseldorfer Gleichstellungsausschuss

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Düsseldorf (dpa/lnw) – Im Düsseldorfer Rathaus ist es am Dienstag zu einem Streit um das Partylied «Layla» gekommen. Die FDP-Fraktion hatte das Thema auf die Tagesordnung des Gleichstellungsausschusses gehoben und unter anderem gefragt, wie das zuständige Amt zu anderen Liedern wie «Sexy» von Marius Müller-Westernhagen stehe.

In der schriftlichen Antwort des Amts für Gleichstellung hieß es am Dienstag, dass man sich «gar nicht» zu Liedern wie «Sexy» oder «Cordula Grün» positioniere. Gleichzeitig gehöre es zur Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten, «beispielsweise auch für alltäglichen Sexismus zu sensibilisieren – der seinen Ausdruck unter anderem in Liedtexten finden kann – und sich in entsprechende gesellschaftliche Debatten einzubringen.»

Die FDP-Politikerin Christine Rachner ergänzte im Ausschuss, dass die Debatte um «Layla» – befeuert durch eine Intervention der Gleichstellungsbeauftragten bei der Düsseldorfer Kirmes – den Song aus ihrer Sicht noch populärer gemacht habe. Die Produzenten kämen «vor Lachen nicht in den Schlaf», so Rachner.

Düsseldorfs Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Wilfart zeigte sich im Ausschuss empört: Es sei «ungeheuerlich», sie in eine Reihe mit denen zu stellen, die sich für das Lied einsetzten. Der Gedankengang, sie sei für die angestiegene Popularität des Songs verantwortlich, sei «beschämend».

Das Partylied um eine «Puffmutter» namens Layla stand wochenlang auf Platz eins der deutschen Charts. Die Gleichstellungsbeauftragte Wilfart hatte vor der großen Düsseldorfer Kirmes bei den Veranstaltern wegen des Songs vorgesprochen. Die Schützen hatten das Lied daraufhin in ihrem eigenen Festzelt verboten, den anderen Wirten und Schaustellern die Empfehlung ausgesprochen, es nicht zu spielen. Am Ende lief es – wie auf Internetvideos zu sehen – im Schützenzelt als Instrumentalversion, in den anderen Zelten immer wieder.