Stadtreinigungs-Chef soll über 180.000 Euro ergaunert haben

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Mitarbeiter einer Stadtreinigung säubern eine Straße.
Mitarbeiter einer Stadtreinigung säubern eine Straße. Foto: Annette Riedl/dpa/Symbolbild

Wuppertal (dpa/lnw) – Mit fingierten Rechnungen soll ein leitender Mitarbeiter der Wuppertaler Stadtreinigung 183.000 Euro ergaunert haben. Einen entsprechenden Bericht der «Westdeutschen Zeitung» bestätigte am Dienstag der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert. Der Verdächtige sei festgenommen worden und nur gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gekommen, sagte der Oberstaatsanwalt. Das Haus des Mannes sei durchsucht und Schmuck sowie ein Auto seien zum Ausgleich des Schadens beschlagnahmt worden.

Der Verdächtige habe laut den Ermittlungen mit gefälschten Rechnungen von Fremdfirmen seinem Arbeitgeber Leistungen in Rechnung gestellt, die nie erbracht worden sind. Die vermeintliche Bezahlung floss dann auf eines der zahlreichen Konten des mutmaßlichen Betrügers, schilderte der Ermittler. Allerdings habe er offensichtlich einen entscheidenden Fehler gemacht, sagte Baumert: Mindestens einmal habe der Verdächtige als angebliche Kontonummer für die Begleichung der Rechnung seine eigene Gehaltskontonummer angegeben. Das sei dann in der Finanzverwaltung aufgefallen.

Vergangene Woche hatte das Unternehmen Anzeige erstattet. Gegen den Mann werde weiter ermittelt, sagte der Oberstaatsanwalt. Bisher seien nur Vorgänge von 2021 und 2022 angeschaut worden, es könnten durchaus in den Jahren davor weitere Fälle schlummern.