Wülfrath: Stadt spendet Lebensmittel an die Tafel

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Die Tafel Velbert für Niederberg versorgt bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Foto: Mathias Kehren
Die Tafel Velbert für Niederberg versorgt bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Foto: Mathias Kehren

Wülfrath. Die Stadt Wülfrath spendet portionierte Mahlzeiten aus dem Bestand der Notunterkunft für die Tafel Niederberg.

Im Frühjahr musste die Stadtverwaltung davon ausgehen, kurzfristig die Notunterkunft (NUK) in der Sporthalle des Gymnasiums eröffnen zu müssen. Zusammen mit dem Ortsverband des DRK als verlässlichem Partner, der auch schon 2015 den Betrieb der NUK sichergestellt hat, wurde zur Versorgung der erwarteten Menschen bereits portionierte Mahlzeiten beschafft, die bei Vollbelegung für eine Woche ausgereicht hätten.

Anders als erwartet, konnte der Betrieb der NUK bisher vermieden werden. Die beschafften Lebensmittel allerdings unterliegen, wie in jedem Supermarkt, auch einem Mindesthaltbarkeitsdatum.

„Diese Lebensmittel dürften wir dann nicht mehr zur Versorgung in der NUK einsetzen. Daher haben wir uns Gedanken gemacht, was damit passieren soll. Die hygienischen Vorgaben in Schule, Ogata und Kita sind richtigerweise so streng, dass wir die Essenportionen nicht einfach dorthin geben konnten“ führt Bürgermeister Rainer Ritsche aus. „Das Datum ablaufen lassen und die Portionen letztendlich in den Müll werfen zu müssen, ist aber auch keine Option gewesen“, ergänzt Sebastian Dahms, Vorsitzender des DRK Ortsverbandes.

Gemeinsam wurde sich darauf verständigt, die Lebensmittel der Tafel Niederberg zukommen zu lassen, die zur Versorgung der Menschen in Wülfrath durch gespendete und günstig weitergegebene Lebensmittel beiträgt. Dort ist die Freude über jede Spende groß, da die Zahl der Berechtigten steigt, gleichzeitig aber weniger Spenden eingehen. Die Kosten dieser Aktion in Höhe von ca. 3.000 Euro muss zunächst die Stadt tragen.

„Unklar ist, ob das Land hier noch eine Erstattung vornimmt. Schließlich haben wir ja auf einen Aufruf des Landes reagiert, Notunterkünfte einzurichten“, so Mike Flohr, Leiter des Sozialamtes.