Einführung des E-Rezepts hat in Westfalen-Lippe begonnen

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Ein Patient zeigt in einer Friedrichshainer Arztpraxis ein fiktives E-Rezept.
Ein Patient zeigt in einer Friedrichshainer Arztpraxis ein fiktives E-Rezept. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Dortmund (dpa/lnw) – In Westfalen-Lippe hat am Donnerstag die schrittweise Einführung des E-Rezepts begonnen. «Endlich geht es los», sagte Thomas Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zum Start seien rund 250 Praxen dabei. Ziel sei es die Praxistauglichkeit des E-Rezepts jetzt auf Herz und Nieren prüfen.

Beim elektronischen Rezept bekommen gesetzlich Versicherte kein rosa Zettelchen mehr, sondern einen Code auf ihr Smartphone, mit dem sie das gewünschte Medikament von der Apotheke erhalten. Wer die dafür nötige App nicht hat oder kein Smartphone benutzt, bekommt den Code ausgedruckt auf einem Zettel. Ab 2023 sollen E-Rezepte außerdem mit der elektronischen Gesundheitskarte eingelöst werden können.

Das E-Rezept startet in Westfalen-Lippe allerdings sozusagen mit angezogener Handbremse. «In den ersten Wochen werden die Rollout-Praxen lediglich einen Papierausdruck erstellen können», hatte Müller schon vor dem Start eingeräumt. Doch erwarte die KVWL, dass das E-Rezept spätestens in drei Monaten mit der elektronischen Gesundheitskarte übertragen und eingelöst werden könne.

«Der Ausdruck des E-Rezepts kann nur ein Provisorium sein», sagte Müller. „Bei der Übertragung favorisieren wir ganz klar die Gesundheitskarte. Jeder Versicherte hat sie, darum muss sie hier auch möglichst bald zum Einsatz kommen. Denn das elektronische Rezept kann seine Vorteile nur voll ausspielen, wenn es auch elektronisch übertragen wird.»