Länder am Rhein fordern schnelle Vertiefung der Fahrrinne

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Ein Frachtschiff fährt auf dem Rhein bei Bonn.
Ein Frachtschiff fährt auf dem Rhein bei Bonn. Foto: Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

Mainz (dpa/lrs) – Alle Bundesländer am schiffbaren Rhein fordern eine rasche Vertiefung der Fahrrinne. Nach Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen bekräftigt auch Rheinland-Pfalz das Ziel, im Mittelrhein das Fahrwasser von garantierten 1,90 auf durchgängig 2,10 Meter zu vertiefen. Die Mainzer Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) teilte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit, dieses Projekt sei auch angesichts des jüngsten Niedrigwassers mit massiven Einschränkungen für die Schifffahrt «von zentraler Bedeutung». Sie ergänzte: «Der Transport auf dem Wasser ist ein nachhaltiger Verkehrsträger und ein wichtiger Faktor im Bereich der klimaschonenden Logistik.»

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) habe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in diesem Jahr «neue Stellen zur Verfügung gestellt. Dieses Personal haben wir über lange Jahre gefordert, denn es ist entscheidend, um die Planungen voranzutreiben.» Nach früheren Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein in Duisburg dürfte die Vertiefung der Fahrrinne erst in etwa einem Jahrzehnt abschlossen sein.

Die Bedeutung des Projektes hatten am Mittwoch auch die anderen Bundesländer an dem Fluss unterstrichen. «Es geht nicht um ein großflächiges Ausbaggern des Rheins, sondern um die Beseitigung einiger weniger Untiefen im Mittelrhein, die allerdings bei Niedrigwasser die gesamte Beladung stromaufwärts deutlich reduzieren», erklärten die grünen Verkehrsminister Winfried Hermann (Baden-Württemberg), Tarek Al-Wazir (Hessen) und Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen). Umweltschützer sehen das Projekt im Welterbe Oberes Mittelrheintal kritisch.