Christo und Jeanne-Claude: Große Werkschau in Düsseldorf

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Düsseldorf (dpa) – «Paris. New York. Grenzenlos.» Rund 70 Werke des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude werden unter diesem Titel im Düsseldorfer Kunstpalast gezeigt. Die posthume Hommage an das Künstlerpaar wird am kommenden Mittwoch eröffnet und ist bis zum 22. Januar 2023 zu sehen. Christo (1935-2020) und Jeanne-Claude (1935-2009) begeisterten mit ihren Großprojekten Millionen Menschen weltweit. Ein Höhepunkt war die Verhüllung des Berliner Reichstags 1995.

Zum ersten Mal werde das in Frankreich entstandene Frühwerk des Paares im Paris der 1950er Jahre gezeigt – im Kontext mit Arbeiten ihrer Weggefährten wie Jean Dubuffet, Yves Klein, Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely und Wolf Vostell.

Die Werkschau sei die letzte Ausstellung, der Christo kurz vor seinem Tod im Mai 2020 noch zugestimmt habe, berichtete Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes. Mit ihren Großprojekten erweiterten Christo und Jeanne-Claude als «Verhüllungs-Künstler» die Grenzen des Kunstbetriebs.

Vor rund 60 Jahren hatte sich das Paar erstmals im Rheinland aufgehalten. 1963 präsentierte Christo in der Düsseldorfer Galerie Schmela einen verhüllten VW-Käfer. Dieser ist nun – fast 60 Jahre später – im Kunstpalast zu sehen. Die Ausstellung präsentiert in zehn Themenräumen die wichtigsten Projekte des Künstlerpaares – vom Eisernen Vorhang in Paris 1962 bis zur noch nicht verwirklichten Mastaba in Abu Dhabi.

Die Werkschau zeigt auch die verhüllte Küste in Australien (1968/69), umsäumte Inseln (1983) in Miami/Florida, die verhüllte Brücke Pont-Neuf in Paris (1985), die zeitgleich in Japan und den USA installierten Schirme (1991), die Tore im New Yorker Central Park (2005) und die berühmten schwimmenden Stege im Iseo-See in Italien (2016).