NRW: Mehr Kapazitäten in Unterkünften für Geflüchtete

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Vier Reisepässe von Geflüchteten aus der Ukraine liegen auf einem Tisch.
Vier Reisepässe von Geflüchteten aus der Ukraine liegen auf einem Tisch. Foto: Matthias Bein/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Das Land Nordrhein-Westfalen will die Kapazitäten in Unterkünften des Landes für die Aufnahme und Unterbringung von ukrainischen Geflüchteten erhöhen. Bis Anfang Oktober soll von derzeit 3400 auf 4500 Plätze aufgestockt werden, wie Flucht- und Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne) am Montag mitteilte.

Sukzessive sollen dafür sogenannte Stand-by-Einrichtungen in Betrieb genommen werden. Außerdem gebe es in den bestehenden (Not-)Unterkünften teils noch eine Platzreserve, die nun in belegbare Plätze umgewandelt werde.

Anfang September waren die Landeseinrichtungen mit rund 3300 Geflüchteten laut dem Ministerium fast ausgelastet. Geplant ist demnach, die höhere Kapazität von 4500 Plätzen bis Ende März 2023 vorzuhalten.

Stand Ende August waren rund 207 000 Geflüchtete aus der Ukraine in NRW. Die größte demografische Gruppe sind Frauen zwischen 18 und 63 Jahren, sie machen einen Anteil von mehr als 40 Prozent aus. Knapp 73.000 Menschen sind unter 18 Jahre alt – dagegen sind nur rund 15.000 Menschen älter als 64.