LVR beschließt Sofortmaßnahmen zum Energiesparen

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Einige "smarte Funktionen" können die Energieeffizienz erhöhen. Foto: pixabay

Köln. Die drohende Gas- und Energiekrise betrifft die gesamte Gesellschaft. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) will einen Beitrag zum Einsparen von Energie leisten und bestmöglich daran mitwirken, einer Mangellage im Winter vorzubeugen.

Aus diesem Grund hat der Vorstand des LVR erste Sofortmaßnahmen zum Einsparen von Energie in seinen Verwaltungsgebäuden und Außendienststellen auf den Weg gebracht.

So wird die Raumtemperatur in den Verwaltungsgebäuden des LVR zum Beginn der Heizperiode zwischen 7 und 19 Uhr von aktuell 21 Grad auf 19 Grad abgesenkt, um den Gasverbrauch zu verringern. Entwärmungsanlagen wurden vollständig außer Betrieb genommen. Dezentrale Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher werden abgeschaltet, wenn der Betrieb nicht aus hygienischen Gründen erforderlich ist, wie im Pflege- oder Reinigungsbereich. Außerdem wird die Beleuchtung in den Innenfluren und den Außenbereichen auf ein Mindestmaß reduziert. Dienstlich nicht notwendige Beleuchtung wird ausgeschaltet.

LVR-Direktorin Ulrike Lubek betont die hohe Bedeutung der Energiesparmaßnahmen, um das auch von den kommunalen Spitzenverbänden und der Bundesnetzagentur formulierte Ziel zu erreichen, 20 Prozent Gas einzusparen. Anders seien Engpässe im Winter nicht zu vermeiden. „Gerade als öffentliche Institution sehe ich uns in Verantwortung, einen substantiellen Beitrag zum Einsparen von Energie zu leisten. In einem ersten Schritt ging es uns darum, schnell umsetzbare Maßnahmen zu ermitteln und diese kurzfristig zu ergreifen. Nun werden wir eruieren, welche weiteren Schritte in den verschiedenen Liegenschaften und Arbeitsbereichen des LVR möglich sind“, so Lubek weiter.

In Arbeitsgruppen ermitteln die Fachdezernate des LVR sowie seine Einrichtungen aktuell, welche weiteren Beiträge zum Energiesparen sie leisten können. Nicht nur die Schulen, Kliniken und Jugendhilfe-Einrichtungen des LVR prüfen, wie Energie gespart werden kann – auch die Kulturdienststellen erarbeiten hierzu Konzepte. Die LVR-Museen versuchen, Schließungen ihrer Ausstellungen und Absagen von Veranstaltungen durch konsequente Energieeinsparungen in allen Bereichen zu vermeiden. Unterschiedliche technische Gegebenheiten können in den Häusern zu verschiedenen Lösungen führen. Gemeinsam ist allen LVR-Kultureinrichtungen, dass sie das Ziel verfolgen, auch unter erschwerten Bedingungen als Orte kultureller Bildung und gesellschaftlichen Dialogs für alle Bürger*innen geöffnet zu bleiben.

Bei erforderlichen Veränderungen des Raumklimas gilt besondere Aufmerksamkeit den sensiblen Kulturgütern mit spezifischen konservatorischen Anforderungen. Dabei sind Schwankungsbreiten und Toleranzen zu prüfen, möglicherweise Leihverträge anzupassen oder Lagerungsorte zu verändern. Zu diesem Zweck vernetzt der LVR seine fachlichen Kompetenzen aus Sammlungsabteilungen, Restaurierungswerkstätten sowie Gebäudemanagement und steht zugleich im engen Austausch vor allem mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Beide Verbände bündeln ihre Expertisen und stimmen sich eng ab. Oberste Priorität hat der Schutz von klima-sensitiven Objekten vor irreparablen Schäden. Dazu werden alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausgelotet. Ihre Erkenntnisse werden die Landschaftsverbände anschließend mit den Netzwerkpartnern und kulturellen Akteuren ihrer Mitgliedskörperschaften teilen, um gemeinsam an den Herausforderungen der Energiekrise zu arbeiten.

Am 19. September befasst sich der LVR-Verwaltungsvorstand erneut mit dem Thema Energiesparen.