Verletzte nach Festival: Ermittlungen gegen Autofahrer

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Ein LED-Leuchtkasten hängt an einem Polizeirevier.
Ein LED-Leuchtkasten hängt an einem Polizeirevier. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Bochum (dpa/lnw) – Gegen den Mann, der im Juli nach dem Musikfestival «Bochum Total» mehrere Menschen mit seinem Auto verletzt hat, wird unter anderem wegen des Anfangsverdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bochum am Mittwoch mit. Zuvor hatte die «WAZ» darüber berichtet.

Der zur Tatzeit 24-Jährige soll laut Polizei nach der Veranstaltung gegen Mitternacht in eine Straße eingebogen sein, die wegen des Festes aber im hinteren Bereich abgesperrt war. Er passierte demnach zunächst eine größere Personengruppe, wendete und wurde dann von dieser Gruppe blockiert. Zeugenaussagen zufolge wurden Getränkebecher auf den Wagen geworfen, schließlich zerstörte eine Person mit einer Bierflasche die Heckscheibe. «Um sich der Situation zu entziehen, fuhr der 24-Jährige los», heißt es in der Polizeimitteilung vom Juli. Mit im Wagen saß demnach auch eine 26 Jahre alte Frau.

Aus der Gruppe wurde ein 25-jähriger Mann aus Bochum schwer verletzt und kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Vier weitere Männer im Alter zwischen 22 und 29 Jahren erlitten laut Polizei leichte Blessuren. Der Fahrer aus Wuppertal wurde leicht verletzt. Als er seinen Wagen knapp 100 Meter weiter stoppte und ausstieg, wurde er laut Polizei von einem Unbekannten angegangen.

Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft wird bereits seit Mitte Juli wegen des Anfangsverdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, außerdem wird dem Mann Nötigung vorgeworfen. Die Ermittlungen dazu dauerten noch an, hieß es.