Ehemalige «Köttelbecke» Emscher: Ausstellung zeigt Wandel

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Essen (dpa/lnw) – Erst vor wenigen Tagen ist die Renaturierung der Emscher im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gefeiert worden. Nun zeigt eine Ausstellung mit dem Titel «Die Emscher. Bildgeschichte eines Flusses» von diesem Montag an bis zum 16. April 2023 den Wandel der ehemaligen «Köttelbecke» im Ruhrgebiet. «Mit dem erfolgreichen Abschluss des Vorhabens entsteht ein leuchtendes Vorbild für ähnliche Prozesse weit über Deutschland hinaus», hatte Scholz beim Festakt Anfang September über das milliardenteure Emscher-Projekt gesagt.

Rund 400 Fotografien und Exponate sind in der Industriekulisse der 12-Meter-Ebene des Ruhr Museums im Unesco-Welterbe Zeche Zollverein in Essen zu sehen. Beeindruckend seien unter anderem die Glasplattenaufnahmen aus dem Archiv der Emschergenossenschaft, hieß es. Die Ausstellung zeigt laut Stiftung Ruhr Museum nicht nur die Verwandlung der Emscher vom Naturgewässer zum schmutzigsten Industriefluss Deutschlands und nun zum renaturierten Fluss, sondern auch die Geschichte der einstigen Kohle- und Stahlregion. Das Ruhrgebiet ist zwar nach einem anderen Fluss benannt, aber auch entscheidend durch die Emscher geprägt.