Tankstellen wollen Mineralölkonzerne an Kosten beteiligen

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Eine Zapfsäule steht in der Morgensonne an einer Shell-Tankestelle.
Eine Zapfsäule steht in der Morgensonne an einer Shell-Tankestelle. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Bielefeld (dpa/lnw) – Angesichts steigender Energiepreise fordert der Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG) von den Mineralölkonzernen, sich an den Energiekosten zu beteiligen. Es seien deren Namen, mit denen die Tankstellenpächter werben. Also müssten Konzerne wie Aral, Shell oder Total «diese Werbung auch bezahlen», sagte BTG-Geschäftsführer Thomas Drott der Bielefelder Zeitung «Neue Westfälische» (Dienstag-Ausgabe). Die Betreiber hätten immer weniger Einnahmen, aber immer höhere Ausgaben für Strom, Heizung oder Klimaanlagen.

Kunden würden inzwischen gereizt auftreten, so Drott weiter. Autofahrer ließen ihren Frust über die hohen Benzinkosten immer häufiger an den Tankstellenpächtern aus: «Das Kassenpersonal muss sich einiges anhören. Die Autofahrer werden manchmal ziemlich frech, wenn sie getankt haben und sich anschließend über die Preise aufregen.» Laut BTG-Chef litten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Tankstellen genauso unter den hohen Kosten wie die Kunden.