Nach Randale vor Nizza-Spiel Urteil gegen ersten Fan vertagt

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Nizza (dpa/lnw) – Nach den Ausschreitungen vor dem Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza hat sich ein erster Fußball-Fan an diesem Donnerstag in der südfranzösischen Stadt vor Gericht verantworten müssen. Nach der Verhandlung am Donnerstag wurde der Prozess allerdings auf den 25. Januar kommenden Jahres vertagt, berichtete die Zeitung «Nice-Matin». Dem 33 Jahre alten Franzosen, der sich beim Sturz von der Tribüne im Stadion verletzte, wirft die Staatsanwaltschaft Gewalt, die Verwendung von Pyrotechnik sowie das Werfen gefährlicher Gegenstände vor.

Das Gericht entschied, dass der Angeklagte, der als Busfahrer im Großraum Paris arbeitet, unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Der Mann hatte sich bei dem Sturz von der Tribüne acht Rippen und die Schulter gebrochen. Wie er vor Gericht sagte, sei er Köln-Fan und nicht Anhänger von Paris Saint-Germain. Ermittler gehen davon aus, dass sich PSG-Ultras, die zu den Kölnern eine Fan-Freundschaft pflegen, in FC-Trikots ins Stadion mischten und an den Ausschreitungen beteiligten. Dem Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Haft und 45.000 Euro Strafe.

Bei Auseinandersetzungen vor Anpfiff des Spiels waren am Donnerstag vergangener Woche insgesamt 32 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten und ein Ordner. Die Präfektur hatte angekündigt, die Verantwortlichen zu ermitteln.