Polizei geht gegen Schleuser vor

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Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Hildesheim (dpa) – Bei einem Schlag gegen mutmaßliche Schleuserkriminalität und Schwarzarbeit haben mehr als 100 Einsatzkräfte mehrere Objekte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Die Ermittlungen richteten sich gegen zwei Männer im Alter von 53 und 26 Jahren, teilten die Staatsanwaltschaft Hildesheim und die Bundespolizei am Donnerstag mit. Sie sollen als Inhaber einer Firma in Hildesheim Ausländern bei der unerlaubten Einreise nach Deutschland geholfen haben. Die Eingereisten sollen dann illegal auf Baustellen beschäftigt worden sein.

Die acht Durchsuchungen fanden den Angaben nach in Hildesheim, Hannover, Zeven, Melle und Ahlerstedt in Niedersachsen sowie in Versmold in Nordrhein-Westfalen statt. Als Beweismittel seien Mobiltelefone, Dokumente, verschiedene Speichermedien sowie gefälschte Ausweisdokumente sichergestellt worden. Außerdem wurden drei Abschiebehaftbefehle vollstreckt. Die Ermittlungen dauerten an.

Der Fall war im Januar ins Rollen gekommen, als ein Mann aus Aserbaidschan beim Abflug aus Hannover mit einem abgelaufenen Visum auffiel. Er hatte Verbindungen zu der Hildesheimer Firma.