Nach Freistellung: Handballbund berät über Zukunft von Fuhr

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Trainer Andre Fuhr von Dortmund gestikuliert am Spielfeldrand.
Trainer Andre Fuhr von Dortmund gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Marco Wolf/wolf-sportfoto/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/lnw) – Nach seiner Freistellung bei Borussia Dortmund wird sich auch der DHB mit der Personalie André Fuhr befassen. «Der Deutsche Handballbund wird in Anbetracht der neuen Entwicklungen in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen entscheiden», teilte der DHB am Dienstag auf Anfrage mit. Weitere Stellungnahmen werde es mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten «vorerst nicht geben», hieß es weiter.

Am Montag hatte der Bundesligist Konsequenzen aus den Geschehnissen um die Kündigungen der beiden Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger gezogen und Trainer Fuhr (51) mit sofortiger Wirkung freigestellt. Die Entscheidung über die Freistellung sei laut BVB jedoch «ausdrücklich nicht mit einer Vorverurteilung verbunden».

Fuhr ist seit 2019 auf Honorarbasis Trainer der U19/20-Nationalmannschaft. Der nächste Lehrgang der Juniorinnen findet erst am 24. Oktober statt. Dennoch wird es wohl eine zeitnahe Entscheidung geben, ob Fuhr für den DHB weitermachen darf oder nicht.

Zschocke und Berger hatten fristlose Kündigungen eingereicht, denen der BVB am Sonntag nach vorheriger Ablehnung dann doch entsprochen hatte. Im Zusammenhang mit dieser Kündigung hatte es ein Krisentreffen gegeben, an denen auch Vertreter der Anlaufstelle bei Gewalt und Missbrauch im Spitzensport teilgenommen hatten.

Zschocke wechselt derweil nach Norwegen zu Storhamar Handball Elite, wie der Champions-League-Teilnehmer am Dienstag bekanntgab.