Innenminister: «NRW-Unternehmen nicht gut geschützt»

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Herbert Reul (CDU), Innenminister in NRW, auf dem Weg zum Termin.
Herbert Reul (CDU), Innenminister in NRW, auf dem Weg zum Termin. Foto: Oliver Berg/dpa

Essen (dpa/lnw) – Die mittleren und kleinen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind vor Wirtschaftsspionage und Sabotage etwa durch Cyberattacken nicht gut geschützt. Darauf hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Essen hingewiesen. Das Schutzniveau sei sogar rückläufig. Dies hänge möglicherweise mit der Corona-Pandemie zusammen, wegen der in kürzester Zeit viele neue IT-Anwendungen in Betrieb genommen werden mussten.

Reul stellte das neue «Lagebild Wirtschaftsschutz» vor, für das die Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld mehr als 1000 Unternehmen befragt hatte. «Um es klar zu sagen: Das Ergebnis ist nicht gut», sagte Reul. «Diese Entwicklung bietet Anlass zu Sorge.» Im Vergleich zum Jahr 2019 sei das Schutzniveau auf einer Skala bis 10 von 4,81 auf 4,41 gefallen. Manche Unternehmen hätten bei den Herausforderungen der Pandemie das Thema Sicherheit vernachlässigt.