Bochumer OB: Energiesparen auch beim Krematorium

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Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum.
Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Bochum (dpa/lnw) – Beim Sparen von Energie macht die Stadt Bochum auch vor ihrem Krematorium nicht Halt: Die Anlage sei vom Zwei-Schicht-Betrieb mit zwei Öfen auf einen Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr mit nur noch einem Ofen umgestellt worden. Damit werde das Anheizen der Öfen reduziert, sagte der Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) am Freitagmorgen im WDR.

In fast allen Städte NRWs gebe es bereits ein Bündel von Maßnahmen zum Energiesparen, die aktuell umgesetzt würden, sagte Eiskirch, der auch Vize-Vorsitzender des NRW-Städtetages ist. In Bochum werde die Temperatur in den städtischen Büros auf 19 Grad begrenzt. Anlagen seien dabei so umprogrammiert und teils sogar Thermostate ausgetauscht worden, dass man das auch nicht individuell höher drehen könne.

Nachts würden große Gebäude nicht mehr angestrahlt, zum Beispiel das Rathaus. An welchen Stellen die Beleuchtung abgestellt werde, schaue sich die Stadt dabei natürlich individuell an, sagte Eiskirch mit Blick auf die Warnung von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) vor neuen «Angsträumen». «Die Beleuchtung des Rathauses ist was anderes als eine dunkle Unterführung plötzlich dunkel zu lassen.»

Reul hatte in der «Rheinischen Post» (Freitag) unter Hinweis auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung vor der Abschaltung von Straßenlaternen im öffentlichen Raum gewarnt.

Ziel der Energiesparmaßnahme ist nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur, 20 Prozent Energie und Wärme zu sparen. Dazu werde jeder «ein bisschen seine Komfortzone verlassen müssen», sagte Eiskirch.