Heiligenhaus: Das dramatische Leben eines Vaters

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Angelika Körner hat ein Buch über die Lebensgeschichte ihres Vaters geschrieben. Foto: privat
Angelika Körner hat ein Buch über die Lebensgeschichte ihres Vaters geschrieben. Foto: privat

Heiligenhaus. Die ehemalige Heiligenhauserin Angelika Körner hat ein Buch geschrieben: In „Trübe Gedanken – Aus dem Tagebuch meines Vaters“ geht es um eine Lebensgeschichte, die lange Zeit ein Tabuthema in der Familie war. 

Angelika Körner hat die Lebensgeschichte ihres Vaters in einem Buch aufgearbeitet, mit persönlichen Aufzeichnungen, die sich „kein Romanautor abenteuerlicher und dramatischer“ hätte ausdenken können. Die Autorin lebte bis zu ihrem 21. Lebensjahr in Heljens. „Ich besuchte die Sportfeldschule am Wassermangel und machte anschließend eine Ausbildung bei der damaligen AOK Velbert“, so Körner. Dann änderte sich einiges: Der Liebe wegen zog sie im Jahr 1974 in Richtung Bonn an den Rhein. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Eine enge Verbindung zu Heiligenhaus besteht fort, wegen ihres literarischen Schaffens: „Das Buch hat viel Bezug zu Heiligenhaus“, erklärt Angelika Körner. Unter anderem geht es um den Umzug von der Wassermangel in ein eigenes Haus nach Hetterscheidt. Ihr Vater Heinz Scheller arbeitete bei der Firma Dietrich Lüttgens. „Zum Schluss kam er in die Diakonie Heiligenhaus, wo er 2017 verstarb“, so Körner.

Das Drama ist früher zu suchen: Heinz Scheller wurde im Jahr 1929 geboren, flüchtete als Jugendlicher aus dem polnischen Lodz – und fand in Heljens mit 23 Jahren eine neue Heimat. „Er musste viele Schicksalsschläge hinnehmen“, so Angelika Körner. „Da die Vergangenheit in unserer Familie stets ein Tabuthema war, erfuhr ich erst 2012 einiges über sein bewegtes Leben“. Mithilfe von persönlichen Aufzeichnungen zeichnete Körner in „Trübe Gedanken – Aus dem Tagebuch meines Vaters“ den Lebensweg ihre Vaters nach

Das Taschenbuch (ISBN:9783756525027) wurde über den Epubli Verlag veröffentlicht und ist unter anderem in Buchhandlungen zu finden.