Handballerinnen haken Wirbel um Dortmund-Vorfälle ab

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Spielbälle liegen im Netz eines Handball-Tors.
Spielbälle liegen im Netz eines Handball-Tors. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Hennef (dpa) – Der Wirbel um die Kündigung der Handball-Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger beim Bundesligisten Borussia Dortmund und die darauffolgende Trennung des Vereins von Trainer André Fuhr soll sich nicht auf die Vorbereitung der DHB-Auswahl auf die Europameisterschaft im November auswirken. «Das Thema hat den Frauen-Handball in den vergangenen Wochen beeinflusst und alle in Atem gehalten. Natürlich kann man das nicht einfach ausschalten oder ausblenden, aber wir haben das in guten Gesprächen für uns abgehakt», berichtete Bundestrainer Markus Gaugisch am Dienstag.

Man habe die Vorgänge in Dortmund beim Trainingslehrgang in Hennef «offen angesprochen und das abgearbeitet. Denn wir können es uns nicht leisten, dass uns diese Dinge langfristig vom Fokus auf die Weiterentwicklung der Nationalmannschaft abhalten», betonte Gaugisch. Der Fokus bei der Nationalmannschaft gelte jetzt ausschließlich der EM-Endrunde vom 4. bis 20. November in Slowenien, Nordmazedonien und Montenegro, bei der das deutsche Team in der Vorrunde auf Polen, Spanien und Montenegro trifft. «Alles andere ist so geklärt, dass wir ohne Ablenkungen und Störungen arbeiten können», sagte der 48-Jährige.

Zschocke und Berger hatten Mitte September beim BVB fristlos gekündigt und die Anlaufstelle gegen Gewalt und Missbrauch im Spitzensport eingeschaltet. Der Verein trennte sich kurz darauf von Fuhr, wies aber darauf hin, dass dies «ausdrücklich nicht mit einer Vorverurteilung verbunden» sei. Zschocke spielt mittlerweile für den norwegischen Club Storhamar Handball Elite, die lange verletzte Berger hat noch keinen neuen Verein gefunden.