Jeder 13. Schüler hat sonderpädagogischen Förderbedarf

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Eine Schülerin meldet sich im Unterricht.
Eine Schülerin meldet sich im Unterricht. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Nordrhein-Westfalen gestiegen. Im vergangenen Schuljahr seien es 144.280 Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf gewesen und damit 2,4 Prozent mehr als im Schuljahr 2020/21, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Dienstag in Düsseldorf mit. Insgesamt waren in NRW rund 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche zur Schule gegangen, von denen 7,7 Prozent einen sonderpädagogischen Förderbedarf hatten.

Mehr als die Hälfte von ihnen (79 765) wurde an Förderschulen unterrichtet. Bei der anderen, knappen Hälfte spricht von man «Inklusionsquote» – hier geht es um Kinder und Jugendliche, die an allgemeinbildenden Schulen sind und die Seite an Seite sitzen mit Klassenkameraden ohne Förderbedarf.

Diese Inklusionsquote – also der Anteil von Förderbedarf-Kindern, die an allgemeinbildenden Schulen sind, an der Gesamtzahl der Förderbedarf-Kinder – lag im vergangenen Schuljahr bei 44,7 Prozent. Damit war er fast unverändert (Schuljahr 2020/21: 44,6 Prozent). Vor 10 Jahren hatte der Wert mit 24,6 Prozent noch deutlich niedriger gelegen. Danach zog er zunächst stark an, seit einigen Jahren steigt er aber nur noch schwach.