Mindestlohn-Anhebung für 1,3 Millionen Beschäftigte in NRW

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Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand.
Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand. Foto: Daniel Karmann/dpa/Illustration

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die zum 1. Oktober anstehende Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro dürfte sich einer Studie zufolge bei gut 1,3 Millionen Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen auf dem Gehaltszettel niederschlagen. So viele Beschäftigte verdienen nach Berechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung derzeit noch weniger als zwölf Euro pro Stunde. Das entspricht 16,8 Prozent aller Beschäftigten in NRW, die einen gesetzlichen Anspruch auf den Mindestlohn haben. Bundesweit liegt die Quote bei 17,8 Prozent.

Je nach Kommune sind die Quoten in NRW sehr unterschiedlich. So haben die Stadt Bonn (10,8 Prozent), der Kreis Siegen-Wittgenstein (12,9), sowie die Städte Münster (13,9), Köln (14,5) und Düsseldorf (15,1) derzeit die niedrigsten Anteile an Beschäftigten, die bislang noch weniger als zwölf Euro verdienen. Die Stadt Mönchengladbach (22,3 Prozent), die Kreise Viersen (21,9) und Kleve (21,5) sowie die Städte Solingen (21,2) und Hamm (20,6) haben die höchsten.

Im bundesweiten Vergleich ist der Anteil der Beschäftigten, die im Zuge der Mindestlohnerhöhung Anspruch auf eine Entgelterhöhung haben, in den Kreisen Sonneberg in Thüringen (44,0 Prozent) und Teltow-Fläming (Brandenburg; 43,1 Prozent) am höchsten. Mönchengladbach kommt an 95. Stelle. Am niedrigsten ist die Quote in Wolfsburg (Niedersachsen; 7,9 Prozent) und Erlangen (8,1 Prozent). Bonn kommt an siebter Stelle.