Wülfrath: Selbsthilfegruppe Demenz ist wieder da

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Cornelia Weimer und Peter Zwilling vor dem Treff der Wülfrather AWO. Foto: Kling
Cornelia Weimer und Peter Zwilling vor dem Treff der Wülfrather AWO. Foto: Kling/Archiv

Wülfrath. Nachdem auch die Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz durch Corona ins Stocken geraten ist, hat sich die Leiterin der AWO-Begegnungsstätte, Cornelia Weimer, gemeinsam mit der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Mettmann aufgemacht, die Gruppe wieder anzubieten.

Es wurden Flyer mit Informationen zur Selbsthilfegruppe in den Wülfrather Apotheken, in Seniorenheimen, bei Pflegediensten, bei Wülfrather Ärztinnen und Ärzten sowie bei der Stadtverwaltung ausgelegt. Herzlichen Dank an alle, die bereit waren, diese Werbekampagne zu unterstützen. Darüber hinaus sind wir sehr dankbar, dass die Presse soziale Projekte unterstützt und wir diese Kanäle nutzen können, um Wülfrather, aber auch über die Grenzen hinaus, Menschen über das Angebot zu informieren.

Inzwischen trafen sich seit dem 1. März pflegende Angehörige im September bereits zum 7ten Mal, um sich auszutauschen, sich gegenseitig auf Basis ihrer Erfahrungen zu beraten, sich gegenseitig Mut zu machen und/oder einfach nur zuzuhören. Auch konnten die Wülfrather Neurologin Dr. Melanie Leufgen und der Diplom Sozialarbeiter Herr Matthias Weiß gewonnen werden, punktuell beratend an der Selbsthilfegruppe teilzunehmen.

In der Spitze hatten sich bis zu 10 Menschen in der Gruppe eingefunden, was durchaus als erfolgreich zu bezeichnen ist. Gefragt, welche weiteren Pläne sie für die Gruppe habe, gab Weimer weitere Ideen preis: „Wir sind zum einen stolz, dass wir pflegenden Angehörigen wieder eine Selbsthilfegruppe anbieten können, und dass das Angebot so gut angenommen wird. Zum anderen möchten wir weiteres Interesse wecken, indem wir zukünftig Gäste einladen, die über Expertenwissen verfügen, das für den Kreis der Betroffenen interessant ist. Wir denken daran, dass unter anderem ein Austausch zu den Themen Pflegedienst sowie eine soziale Beratung durch Mitarbeitende der Stadt Wülfrath Mehrwert für die Menschen bieten kann. Wir möchten aber auch noch mehr Menschen Mut machen, Ihre Sorgen und Probleme bezüglich der Demenzerkrankung ihrer Angehörigen mit unserer Gruppe zu teilen. Denn niemand muss diese Situation alleine tragen.“

Die Gruppe trifft sich jeweils am ersten Dienstag im Monat von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte „AWO-Treff“ Schulstr. 13 in Wülfrath. Der nächste Termin findet am 4.Oktober statt.

Darüber hinaus hat sich in Begleitung der SHG Demenz 2021 in 2022 eine weitere Quartiersarbeit angeschlossen: Und zwar die Gründung eines „ALTERnativ“-Chors, der am 23. August unter der musikalischen Leitung von Cornelia Hessenberg und über 20 Mitsingende unterschiedlichster Couleur sein Singen aufgenommen hat.

Weitere Sängerinnen und Sänger sind herzlich bei diesem offenen ALTERnativ-Chor-Angebot willkommen. „Wir freuen uns auf viele Teilnehmer – egal der dementiellen Entwicklung, Behinderung, Alter, Nationalität…“, so Conny Weimer. Der Chor trifft sich das nächste Mal am 25. Oktober von 16.30 bis 18 Uhr. Auch hier ist Zeit für Gespräche und Austausch.