Schiedrichter fühlte sich bedroht: Spielabbruch

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Nach Erteilung eines Platzverweises soll ein Schiedrichter unter Druck gesetzt worden sein. Symbolfoto: Pixabay
Nach Erteilung eines Platzverweises soll ein Schiedrichter unter Druck gesetzt worden sein. Symbolfoto: Pixabay

Velbert/Heiligenhaus. Das Spiel der zweiten Mannschaft von Blau-Weiß Langenberg gegen die Dritte der SSVg Heiligenhaus ist vorzeitig abgebrochen worden. Der Schiedrichter soll sich bedroht gefühlt und in der eigenen Kabine eingeschlossen haben. Ein Kommentar dazu von Sören Mundt.

Sören Mundt. Foto: privat

Nachrichten über Spielabbrüche in den unteren Ligen liest man mittlerweile nach fast jedem Wochenende. Nun kam es auch in Langenberg zu einem Spielabbruch. Beim Spiel zwischen der zweiten Mannschaft von Blau-Weiß Langenberg und der dritten Mannschaft der SSVg Heiligenhaus wurde das Duell beim Stand von 3:1 für die Hausherren abgebrochen.

Nachdem ein Spieler der Heiligenhauser mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, kam es laut Aussagen einiger Beteiligten zu einer großen Rudelbildung, wodurch sich der Schiedsrichter massiv unter Druck gesetzt fühlte und das Spiel vorzeitig abpfiff.

Anschließend soll sich der Unparteiische sogar in der Umkleidekabine eingeschlossen haben.

Mir fehlt jegliches Verständnis für solche Ereignisse. Möchtegern-Fußballer, die ihre fußballerischen Qualitäten mehr als überschätzen und keinen Respekt vor den Schiedsrichtern haben, braucht dieser Sport nicht. Mich wundert teilweise, dass sich überhaupt noch Menschen freiwillig als Schiedsrichter betätigen.

Anstatt einfach froh zu sein, sonntags dem eigenen Hobby nachgehen zu können, scheinen manche lieber ihren Frust an anderen Menschen auslassen zu wollen. Natürlich darf man nicht alle Spieler über einen Kamm scheren, doch die Tendenz von Gewalt und asozialem Verhalten in den Niederungen Fußballdeutschlands geht klar nach oben. Kein Wunder, dass sich kaum noch Zuschauer und Zuschauerinnen freiwillig auf den Fußballplatz verirren.