Mobilfunk-Ausbau in NRW kommt voran: 80 Prozent Abdeckung

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Ein Mast mit Mobilfunk-Antennen steht zwischen Kiefern.
Ein Mast mit Mobilfunk-Antennen steht zwischen Kiefern. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Handyempfang in Nordrhein-Westfalen hat sich verbessert. Der Mobilfunkstandard 5G sei im Juli auf mehr als 80 Prozent der Landesfläche zu empfangen gewesen und damit rund neun Prozentpunkte mehr als im Januar, teilte Landeswirtschaftsministerium am Freitag in Düsseldorf mit und berief sich dabei auf Zahlen der drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2).

Der 80-Prozent-Wert bedeutet, dass auf dieser Landesfläche mindestens eins der drei 5G-Netze funkt. Da Verbraucher meistens aber nur einen Handyvertrag und damit Zugriff auf nur ein Netz haben, ist die Landesfläche, auf denen sie keinen 5G-Empfang bekommen, größer. Dennoch sind die Zahlen eine gute Nachricht für Verbraucher. Denn sie machen deutlich, dass der 5G-Ausbau vorankommt.

Die Abdeckung mit 4G (LTE) liegt den Angaben zufolge bei 97,9 Prozent der Landesfläche und damit 0,2 Prozentpunkte höher als Anfang Januar. Wer also keinen 5G-Empfang hat, der hat häufig immerhin Zugriff auf das Netz im Vorgängerstandard 4G. Dessen Bandbreite reicht für die meisten Apps und anderen mobilen Anwendungen aus.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) bekräftigte das Ziel einer flächendeckenden 5G-Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Forschungseinrichtungen bis Ende dieses Jahrzehnts.

«Wir werden die Rahmenbedingungen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau weiter verbessern», sagte Neubaur. «Gleichzeitig erwarten wir von den Mobilfunknetzbetreibern aber auch gezielte und verbindliche Ausbauanstrengungen für die LTE- und 5G-Versorgung.» Vor allem die Gebiete, in denen gar kein 4G/LTE-Netz funkt – sogenannte weiße Flecken -, «müssen endlich beseitigt werden, damit alle Nutzerinnen und Nutzer eine verlässliche Netzqualität bei der Sprach- und Datenübertragung haben», sagte Neubaur. Dabei bezog sie sich auf die gut zwei Prozent der Fläche Nordrhein-Westfalens, auf denen 4G/LTE noch gar nicht zu empfangen ist.