Polizei prüft: Schoss Verdächtiger auch auf andere Menschen?

25
Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs zu sehen.
Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs zu sehen. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Dormagen/Breitscheid (dpa) – Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen einen Zusammenhang zwischen der Erschießung eines 36-Jährigen in Dormagen in Nordrhein-Westfalen und einer Schussabgabe auf eine Mutter und deren Tochter in Rheinland-Pfalz. Der mutmaßliche Täter hatte kurz darauf offenbar Suizid begangen.

Der 36-Jährige war am Freitag in einem Kiosk in Dormagen südlich von Düsseldorf erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 55 Jahre alter Kosovare, wurde einige Stunden später rund einen Kilometer entfernt mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann eine Schusswaffe gegen sich selbst gerichtet. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Beide Männer, der 55-Jährige und der 36-Jährige, waren für die Behörden keine Unbekannten.

Staatsanwaltschaft und Polizei haben nach eigenen Angaben außerdem Anhaltspunkte dafür, dass der 55-Jährige zuvor im Westerwald im rheinland-pfälzischen Kreis Neuwied zwei weitere Menschen angeschossen hat. Die Mutter und ihre erwachsene Tochter waren am Freitag bei Breitscheid, rund 90 Kilometer von Dormagen entfernt, mit Schussverletzungen entdeckt worden. Sie befinden sich den Angaben zufolge in medizinischer Behandlung. Die Tat wird als versuchtes Tötungsdelikt gewertet. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sagte am Sonntag, weitere Informationen zu dem Fall werde es voraussichtlich erst am Dienstag geben.