Gesundheitsminister: Mehr Stellen für Fachkräfte-Anerkennung

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Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht im Ministerium.
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht im Ministerium. Foto: Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

Münster (dpa) – Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) reagiert mit zusätzlichem Personal auf den Fachkräftemangel in den Pflege- und Gesundheitsberufen. Bei einem Besuch der Zentralen Anerkennungsstelle für Gesundheitsberufe (ZAG) bei der Bezirksregierung Münster am Mittwoch kündigte Laumann die Schaffung von 29 neuen Stellen an. Zustimmen muss allerdings noch der nordrhein-westfälische Landtag, wie sein Ministerium mitteilte.

Bei der ZAG werden Anträge auf Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen geprüft. Seit der Zentralisierung vor drei Jahren von fünf auf eine Bezirksregierung war die ZAG zunächst mit 67 Stellen ausgestattet worden, davon entfielen 42 Stellen auf Pflege- und Gesundheitsfachberufe.

«Der Fachkräftemangel in den Pflege- und Gesundheitsberufen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Hier müssen wir vor allem mehr ausbilden. Aber allein mit mehr Aus- und auch Weiterbildung werden wir die Herausforderung nicht meistern können. Daher wollen wir auch durch eine gezielte Anwerbung aus dem Ausland für mehr Arbeitskräfte in den Mangelberufen sorgen», sagte Laumann laut Mitteilung.

Im vergangenen Jahr wurden bei der ZAG im Bereich Gesundheits- und Krankenpfleger 3384 Anträge auf Berufsanerkennung gestellt. Bei 1374 gab es demnach eine positive Entscheidung. Laut Ministerium entspricht das einer Quote von 41 Prozent. Nur neun Anträge seien abgelehnt worden. Bei 48 Prozent wurde eine Anpassungsqualifizierung angeordnet.