«Lützi bleibt!» – Protest gegen Pläne am Tagebau

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Der Braunkohletagebau hat sich bis nah an die Häuser des verlassenen Ortes Lützerath herangearbeitet.
Der Braunkohletagebau hat sich bis nah an die Häuser des verlassenen Ortes Lützerath herangearbeitet. Foto: Arnulf Stoffel/dpa

Aachen (dpa/lnw) – In Aachen haben am Mittwoch etwa hundert Menschen in der Innenstadt gegen das geplante Ende des Ortes Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler protestiert. Ein Bewohner des von Klimaschützern besiedelten Ortes sagte, es könne nicht sein, dass 2022 ein Dorf für die «dreckige Braunkohle» abgebaggert werde. Die Grünen hätten Wahlkampf in Lützerath gemacht, «jetzt haben sie uns verraten».

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (beide Grüne) sowie RWE-Chef Markus Krebber hatten am Dienstag eine Vereinbarung vorgestellt, die den vorzeitigen Kohleausstieg von RWE schon im Jahr 2030 vorsieht, den Erhalt mehrerer Dörfer im Rheinischen Revier sicherstellt, zugleich aber das Abbaggern von Lützerath vorsieht.

Mitglieder der Grünen Jugend Aachen kritisierten die Minister ihrer Partei. «Nicht die ganze grüne Politik ist Mona Neubaur», rief ein Mitglied. Die Jugendorganisation der Partei hatte die Demonstration organisiert. «Wenn es tatsächlich zu einer Räumung von Lützerath kommt, werden wir vor Ort sein», versprach ein Redner. Die Teilnehmer der Kundgebung riefen: «Lützi bleibt, Lützi bleibt!».